Freitag, 20. Oktober 2017

Solarpreisträger im Bild

Am Donnerstag hat Solarmedia die Liste der Gewinner des diesjährigen Solarpreises in der Schweiz publiziert (siehe Solarmedia vom 19.10.17), hier folgen nun Bilder einzelner Preisträger resp. gekrönter Projekte - eine vollständige Vorstellung mit Bildern findet sich > hier.

Seit seiner Gründung im Jahr 2010 fördert der Sahay Solar Verein Schweiz die Photovoltaiktechnik in Äthiopien. Der gemeinnützige Verein unterstützt die Ausbildung von Lehrpersonen undStudierenden und sorgt für die Installation von Solaranlagen für Schulen und Krankenstationen. Dabei arbeitet er mit der Technischen Universität von Arba Minch (AMU) in Äthiopien, der TessinerFachhochschule (SUPSI) und der Hochschule Luzern (HSLU) zusammen. Bisher konnten u.a. 15 Krankenstationen für ein Einzugsgebiet von 350’000 Einwohner/innen mit Solarstorm ausgestattet und das englischsprachige Lehrmittel «Advanced Solar-Training» erarbeitet werden.

Dieses Einfamilienhaus (EFH) in Tamins/GR besticht durch eine perfekt integrierte, gegen Süden gerrichtete PV-Anlage. Die geschuppten Dachflächen mit monokristallinen Solarzellen sind farblich homogen gestaltet und vorbildlich first-, seiten- und traufbündig integriert. Dadurch fügt sich das PlusEnergie-EFH ideal in das bestehende Ortsbild von Tamins ein. Die 17 kW starke PV-Anlage erzeugt jährlich 22’800 kWh/a und deckt den Gesamtenergiebedarf des PlusEnergie-EFH zu 144%. Das Gebäude weist einen Solarstromüberschuss von 6’920 kWh/a auf. Damit können fünf Elektroautos jährlich 12’000 km CO2-frei fahren.

Das neue Schulhaus in Malters wurde im Oktober 2016 in Betrieb genommen. Der Gesamtenergiebedarf des Gebäudes liegt bei 122’400 kWh/a. Für Warmwasser und Beheizung sorgt eine solarbetriebene Wärmepumpe. Auf dem Dach der Schulanlage wurde eine sorgfältig gestaltete PV-Anlage installiert. Die Details von Lukarnen, Abschlüssen und der Grat des flachgeneigten Daches sprechen für sich. Die dachintegrierte 135 kW starke PV-Anlage erzeugt rund 132’700 kWh/a. Daraus resultiert eine Eigenenergieversorgung von 108%. Gerade Schulhausbauten haben eine vielschichtige Vorbildfunktion. Sie veranschaulichen den Kindern, wie eine saubere und nachhaltige Energiezukunft aussehen wird. 

Das Dreifamilienhaus der Familie Kyburz-Graber in Zell/ZH wurde nach der Typologie eines Flarzhauses entworfen und fügt sich sehr gut in die denkmalgeschützte Dorfkernzone ein. Dank seiner energieeffizienten Bauweise nach Minergie-P-Standard und einer Erdsonden-Wärme-pumpe konsumiert der Ersatzneubau nur rund 15’300 kWh/a. Die 25 kW starke PV-Anlage auf der Südseite des Daches ist vorbildlich integriert und erzeugt 26’300 kWh/a. Damit produziert der PlusEnergieBau 72% mehr Energie, als er im Jahresdurchschnitt gesamthaft benötigt. Mit dem Solarstromüberschuss könnten die Bewohner mit acht Elektroautos jeweils rund 12’000 km CO2-frei fahren. 

Seit Ende Februar 2017 ist die vorbildlich integrierte PV-Anlage der Fussballarena im Schaffhauser Herblingertal in Betrieb. Die in den LIPO Park Schaffhausen integrierte 1.4 MW starke Photovoltaikanlage ist in der Schweiz und europaweit die grösste PlusEnergieBau-Anlage eines Fussballstadions. Sie erzeugt jährlich 1’290’000 kWh und deckt 150% des Gesamtenergiebedarfs von 860’500 kWh/a des Stadions inklusive Einkaufs- und Gewerbezentrum mit einer Energiebezugsfläche von 13’157 m2. Die multifunktionale PV-Anlage besticht im Innern durch eine elegante transluzide PV-Fläche. So sorgt sie für Tageslicht und Schutz der Fussballfreunde vor der Witterung. Mit dem Solarstromüberschuss von 429’500 kWh/a können über 300 Elektrofahrzeuge je 12’000 km CO2-frei fahren.

Text und Bilder: www.solaragentur.ch

^^^ Nach oben

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Solarpreise 2017 vergeben

Am heutigen Donnerstag wurden in der Palexpo Genf die Schweizer Solarpreise und die Norman Foster Solar Awards vergeben. Die e. Bundesrätin Micheline Calmy-Rey, der Genfer Stadtpräsident Rémy Pagani und Regierungsrat Luc Barthassat sowie weitere prominente Persönlichkeiten aus der Schweizer und der europäischen Politik und Wirtschaft gratulierten den diesjährigen Preisträger/innen.   

17 Schweizer Solarpreise für Persönlichkeiten, Institutionen, Neubauten, Sanierungen und Solaranlagen sowie der HEV-Schweiz-Sondersolarpreis 2017 werden in Ihren Regionen vergeben. Hinzu kommt 1 Norman Foster Solar Award (NFSA), 3 Solarpreise für PlusEnergieBauten (PEB) und 16 PEB-Diplome, die alle für Inlandwertschöpfung in Ihrer Region sorgen. Sie sind Schlüssel für eine ökonomische Energiewende. Unter den Gewinnern 2017 sind fünf Welt-Solar-Rekorde:

  • das PEB-Einfamilienhaus Keller in Gerzensee/BE mit der weltweit höchsten Eigenenergieversorgung von 687%
  • die weltweit grösste mit CO2-freiem PEB-Solarstrom betriebene E-Mobilitätsflotte von CKW & Galliker Transport in Altishofen/LU
  • die stärkste und eleganteste solare Powerfassade F. Hoffmann-La Roche in Kaiseraugst/AG
  • das weltweit grösste PEB-Fussballstadion in Schaffhausen/SH und
  • die weltweit grösste, stadionintegrierte PV-Anlage auf einer Fussball- und Hockey-Arena in Biel/BE!

KATEGORIE A: PERSÖNLICHKEITEN UND INSTITUTIONEN

Persönlichkeiten
01 Beat Gerber, Zentralsekretär SSES, 1595 Faoug/VD
02 Anne Kreutzmann, Chefredaktorin PHOTON, Berlin/D
03 Ruedi Lehmann, Solarpionier, 3997 Bellwald/VS
04 Eva und Stephan Leutenegger, 8700 Küsnacht/ZH

Institutionen
05 SI-REN SA – Les énergies renouvelables de Lausanne, 1003 Lausanne/VD
06 SIG (Services Industriels de Genève), 1211 Genf/GE
07 Solare Eissport- und Fussballarena Tissot, 2500 Biel/BE (Welt-Solar-Rekord)
08 Sahay Solar Verein Schweiz, 4054 Basel/BS

KATEGORIE B: GEBÄUDE

Norman Foster Solar Award (NFSA)
09 144%-PEB-EFH Schneller/Bader, 7015 Tamins/GR

NFSA-Diplom
10 108%-PEB-Schulanlage Bündtmättli, 6102 Malters/LU

PlusEnergieBau-Solarpreis
11 172%-PEB-Dreifamilienhaus Kyburz, 8487 Zell/ZH
12 166%-PEB Galliker Transport, 6246 Altishofen/LU (Welt-Solar-Rekord)
13 156%-PEB Caotec – Haustechnik, 7743 Brusio/GR

HEV Schweiz-Sondersolarpreis
14 125%-PEB-Sanierung EFH Luder, 3661 Uetendorf/BE

PlusEnergieBau-Diplome
15 687%-PEB-EFH Keller, 3115 Gerzensee/BE (Welt-Solar-Rekord)
16 237%-PEB-MFH Schefer, 8843 Oberiberg/SZ
17 213%-PEB-Sanierung EFH HaRihs, 3400 Burgdorf/BE
18 208%-PEB-EFH und -Büro Güller, 5436 Würenlos/AG
19 190%-PEB-EFH Zaugg, 3600 Thun/BE
20 176%-PEB-EFH Pfister/Schafroth, 3084 Wabern/BE
21 174%-PEB-Sanierung EFH Gasser, 8155 Niederhasli/ZH
22 156%-PEB-EFH Kaufmann, 3610 Steffisburg/BE
23 150%-PEB-Sanierung MFH Caviezel, 9500 Wil/SG
24 135%-PEB-Supermarkt Migros, 8580 Amriswil/TG
25 124%-PEB-MFH Ebneter, 9050 Appenzell/AI
26 112%-PEB-Sanierung MFH Hächler, 7000 Chur/GR
27 106%-PEB-EFH Dürig, 3127 Lohnstorf/BE

Neubauten
28 156%-PEB Haustechnik Eugster, 9320 Arbon/TG
29 150%-PEB-Fussballstadion, 8207 Schaffhausen/SH (Welt-Solar-Rekord)
30 Solares Hochhaus Grosspeter Tower, 4052 Basel/BS
31 Collège solaire «Le Suchet», Diplom, 1854 Leysin/VD
32 Pilotprojekt EW Jona-Rapperswil AG, Diplom, 8645 Jona/SG

Bausanierungen
33 233%-PEB-Büro Christen, 3613 Steffisburg/BE
34 98%-MFH-Sanierung, 8057 Zürich/ZH
35 Solare MFH-Sanierung Dubois, 8051 Zürich/ZH
36 Solare Abtei St. Otmarsberg, Diplom, 8730 Uznach/SG

KATEGORIE C: ANLAGEN FÜR ERNEUERBARE ENERGIEN

37 Solares Parkhaus, F. Hoffmann-La Roche AG, 4303 Kaiseraugst/AG (Welt-Solar-Rekord)
38 Solarer Anbau, SBB Cargo, 4132 Muttenz/BL
39 Solares Berggasthaus Gamplüt, 9658 Wildhaus/SG

Montag, 16. Oktober 2017

Schweizer gewinnen Decathlon

Eine Equipe aus Westschweizer Studierenden gewinnt den «Solar Decathlon» in den USA - so die folgende Meldung der Website von Schweizer Radio und Fernsehen SRF. 

Am Wochenende massen sich im US-amerikanischen Denver Hochschulen im nachhaltigen Bauen. Zuvorderst unter den elf Finalisten mit dabei war eine Equipe aus der Westschweiz, darunter auch Studierende aus Freiburg. Ihr Projekt: Ein Quartierzentrum, das nur von Sonnenenergie betrieben wird. Das sogenannte «NeighborHub» überzeugte die Jury – sie verlieh der Equipe den ersten Preis. Er ist mit 300'000 Franken dotiert. Das Solarhaus wurde im Smart Living Lab, dem Labor für intelligentes Wohnen an der Blue Factory in Freiburg entwickelt. Beteiligt waren Studierende der Hochschule für Technik und Architektur Freiburg, der Universität Freiburg, der ETH Lausanne und der Hochschule für Kunst und Design in Genf. Jean-Nicolas Aebischer, Direktor der Hochschule für Technik und Architektur, freut sich über den Wettbewerbserfolg. «Es ist ein Zeichen, dass die Zusammenarbeit zwischen den Hochschulen funktioniert», so Aebischer.

Quelle: SRF

^^^ Nach oben

Sonntag, 15. Oktober 2017

Solaraktien weiter im Vorteil


Der PPVX stieg letzte Woche um 0,2% auf 1.085 Punkte, der NYSE Arca Oil fiel um 0,2%. Seit Jahresanfang 2017 liegt der PPVX mit +12,7% währungsbereinigt rund 27 Prozentpunkte vor dem Erdölaktienindex (-14,5%). Die Top-3-Titel seit Jahresanfang sind SolarEdge Technologies (+138%),Meyer Burger Technology AG (+109%) und Sino-American Silicon Products(+103%). Die grössten Gewinner der Woche waren Shunfeng International (+14%) und Daqo New Energy (+8%), die grössten Verlierer TerraForm Power (-9%) undShinsung E&G (-6%). Der PPVX-Börsenwert beträgt rund 24,8 Mrd. Euro. Seit Anfang 2003 liegt der PPVX (+286%) rund 144 Prozentpunkte vor dem Erdölaktien-Index (mit +142%).


Vergrössern mit Klick auf Grafik und Tabelle !

Der Solaraktienindex PPVX erscheint auf Solarmedia jeden Monat neu - Quelle: Öko-Invest-Verlag, Wien, oeko-invest@teleweb.at 

Quelle: oeko-invest.net 

^^^ Nach oben

Mittwoch, 11. Oktober 2017

Speziele Partnerschaft der EKZ

SOLARWATT, Hersteller von Premium-Photovoltaikanlagen, und die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) arbeiten ab sofort zusammen. Die Kooperation des Herstellers aus Dresden und des Schweizer Energieversorgers fokussiert auf den Vertrieb und ist langfristig angelegt. „Die Schweiz ist für uns ein sehr interessanter Markt. Mit dieser Kooperation gehen wir den nächsten Schritt unserer Internationalisierung“, sagt SOLARWATT-Geschäftsführer Detlef Neuhaus gemäss einer Medienmitteilung des Unternehmens.

Im Fokus der vertrieblichen Partnerschaft mit den EKZ liegt der SOLARWATT EnergyManager (siehe Bild), der im Design speziell für die Elektrizitätswerke angepasst wurde. Der EnergyManager wird in der Schweiz zum Zweck der Eigenverbrauchsoptimierung von Solaranlagen unter dem Produktnamen einfachSolar Steuerung vermarktet und zusammen mit den EKZ weiterentwickelt. Über das einfachSolar Portal der EKZ können die Kunden jederzeit Stromerzeugung und -verbrauch einsehen. Komplettiert wird das Angebot der EKZ durch den Stromspeicher MyReserve Matrix von SOLARWATT.

„Es ist unser erklärtes Ziel, mit Energieversorgern und Stadtwerken zusammenzuarbeiten – in Deutschland wie auch im europäischen Ausland. Die EKZ gehören für uns zu den Schlüsselkunden für die Bearbeitung des Schweizer Marktes und passen damit perfekt zu unserer Strategie. Wir freuen uns auf einen fruchtbaren Austausch und eine Zusammenarbeit, von der alle Seiten profitieren – neben SOLARWATT und den EKZ vor allem auch die Schweizer Kunden und nicht zuletzt die Umwelt“, so Detlef Neuhaus.

Marcel Schürch, Leiter Solartechnik bei den EKZ ergänzt: „Wir bieten unseren Kunden komplette Systeme zur Selbstversorgung mit Solarenergie an – SOLARWATT passt mit seinen hochwertigen Produkten perfekt zu unserem Ansatz. Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit.“ Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich gehören mit rund einer Million Kunden und einem Verteilnetz von insgesamt 15.000 Kilometern zu den größten Schweizer Energieversorgungsunternehmen. Inhaber des selbständigen, öffentlich-rechtlichen Unternehmens ist zu einhundert Prozent der Kanton Zürich.

Über SOLARWATT: Die 1993 gegründete und weltweit tätige SOLARWATT GmbH mit Sitz in Dresden ist der führende deutsche Hersteller von Photovoltaiksystemen. Das Unternehmen ist europäischer Marktführer bei Glas-Glas-Solarmodulen und gehört zu den größten Anbietern von Stromspeichern. Alle Produkte werden in Deutschland hergestellt und überzeugen durch Premiumqualität. Seit mehreren Jahren kooperieren BMW i, Bosch und E.ON mit dem Mittelständler, der mittlerweile international mehr als 300 Mitarbeiter beschäftigt.