Freitag, 26. August 2016

Speichermarkt wächst rasant

Einer aktuellen Studie zufolge, wird der Markt für Batterie-Speicher in den nächsten Jahren rasant wachsen. Besonders die USA spielen dabei eine Rolle.

Das Research-Institut Global Data, ein Forschungsinstitut mit einem Hauptsitz in London, hat in einer neuen Studie den globalen Energiespeichermarkt untersucht. Das Unternehmen geht davon aus, dass die installierte Kapazität von Batterie-Energiespeichersysteme (BESS) bis 2020 auf über 14.000 Megawatt (MW) ansteigen wird. Bis 2020 soll die weltweit installierte Leistung von BESS um das Zehnfache von derzeit rd. 1.500 MW auf 14.000 MW ansteigen. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Grid Connected Battery Energy Storage System – Market Size, Competitive Landscape, Key Country Analysis and Forecasts to 2020” von Global Data. Gegenwärtig sind viele Speichersysteme geplant, die bis 2020 fertiggestellt sein werden. 

Der größte Speicher-Markt bleiben auch in Zukunft die USA. 2015 belief sich das Marktvolumen des US-amerikanischen Marktes auf 750 Mio. Dollar. In den nächsten fünf Jahren soll es auf 1,7 Mrd. US-Dollar anwachsen. Global Data erwartet daher, dass die USA in den nächsten Jahren den BESS-Markt weiter anführen werden. Klimawandel und Energiewende führen zu einem verstärken Ausbau erneuerbarer Energien wie Photovoltaik und Windenergie. Jedoch sind diese Formen der Energiegewinnung gewissen natürlichen Schwankungen unterworfen. „BESS werden in das Stromnetz installiert, um die Stromversorgung aus regenerativen Quellen verlässlicher zu machen“, resümiert Swati Gupta, Energie-Analystin bei Global Data.

Quelle: IWR Online

Mittwoch, 24. August 2016

China dominiert bei Investitionen in Erneuerbare Energien

2015 investierte das Land bereits über 100 Milliarden US-Dollar, mehr als doppelt so viel wie die EU.

© Land Rover Our Planet | flickr.com | Der Ningxia Yinyi 
Windpark im Norden Chinas besitzt eine Leistung 
von 49,5 Megawatt und besteht aus 66 Windrädern
Nur wenige Jahre nach dem Kollaps des Finanzsektors von 2007 nahmen in Europa die Investitionen in unterschiedliche Formen der Erneuerbaren Energien kräftig an Fahrt auf. So konnte in der EU bereits im Jahr 2010 die Investitionsschwelle von 100 Milliarden US-Dollar geknackt und 2011 sogar rekordverdächtige 122,88 Milliarden US-Dollar investiert werden, wie aus aktuellen Daten der Frankfurt School-UNEP Centre/Bloomberg New Energy Finance hervorgeht. Seitdem sanken die Investitionssummen allerdings stetig. Mit Investitionen in Höhe von 48,76 Milliarden US-Dollar im vergangenen Jahr hat sich das Volumen in der EU innerhalb von vier Jahren mehr als halbiert.

Ganz anders sieht es dagegen in China sowie anderen asiatischen Ländern aus. Vor allem in der Volksrepublik explodierten die Investitionszahlen in Erneuerbare in den letzten Jahren regelrecht. Mit einem Volumen von 102,90 Milliarden US-Dollar hat China im vergangenen Jahr eine unglaublich große Summe in seine Energiewende investiert. Im restlichen asiatischen Raum sowie Ozeanien verdoppelte sich das Investitionsvolumen und war 2015 mit 47,56 Milliarden US-Dollar nun fast genauso hoch wie das der EU.

Allerdings wurde erst kürzlich durch Zahlen von Bloomberg New Energy Finance bekannt, dass im ersten Halbjahr 2016 die weltweiten Investitionen in Erneuerbare Energien abgenommen haben. In China brach das Investitionsvolumen beispielsweise um rund 34 Prozent ein. Dies ist vor allem dadurch begründet, dass das Land enorme Stromüberschüsse verzeichnet und trotzdem den Ausbau von Kohle- und Atomkraftwerken weiter forciert. Daher bremst die Volksrepublik den Ausbau der Erneuerbaren inzwischen aus.

Während vor 2010 noch ein Großteil der weltweiten Investitionen in den Ausbau der Windenergie geflossen ist, haben sich inzwischen andere Formen der Erneuerbaren Energien durchgesetzt. Seit sechs Jahren wird das meiste Geld in den Bereich der Solarenergie investiert. 2015 waren es weltweit schon über 160 Milliarden US-Dollar, hingegen nur knapp 110 Milliarden bei der Windenergie.
 
Nach wie vor spielen andere Formen der Erneuerbaren Energien bei dem gesamten Investitionsvolumen nur eine untergeordnete Rolle. In den Sektor der Biomasse fließen inzwischen nur noch Investitionen in einstelliger Milliardenhöhe. Auch der Bereich der flüssigen Biokraftstoffe, in den vor der Finanzkrise noch mehr als in die Solarenergie investiert wurde, ist inzwischen auf etwas über drei Milliarden US-Dollar geschrumpft.

Quelle: Naturstrom AG / sonnenseite.com

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Freitag, 19. August 2016

Nanostruktur desinfiziert Wasser mit Solarenergie

Forscher des Department of Energy National Accelerator Laboratory (SLAC) an der Stanford University in Kalifornien (USA) haben eine neuartige Nanostruktur entwickelt, die Wasser wesentlich schneller und gründlicher desinfiziert als bisher gängige Methoden. 

Das winzige Gerät, das ungefähr so groß ist wie eine Briefmarke, nutzt Solarenergie, um eine chemische Reaktion auszulösen, die in knapp 20 Minuten mehr als 99,999 Prozent der schädlichen Bakterien in der Flüssigkeit zerstört. Nach getaner Arbeit lösen sich die bei diesem Prozess entstehenden Chemikalien einfach auf und zurück bleibt reines Trinkwasser. "In vielen Regionen der Welt besteht die einzige Möglichkeit, Keime sicher aus dem Wasser zu bekommen, darin, es abzukochen oder es lange in Plastikflaschen in die Sonne zu stellen, damit die ultraviolette Strahlung die darin enthaltenen Mikroben abtötet", beschreibt das Forscherteam die Ausgangsproblematik. Doch beide bekannten Methode hätten gravierende Nachteile: Entweder wird zu viel kostbare Energie vergeudet oder das Ganze dauert zu lange. "Weil UV-Strahlen nur vier Prozent der Sonnenenergie besitzen, braucht die UV-Methode zwischen sechs und 48 Stunden. Das schränkt die Menge an Wasser, die man auf diese Weise desinfizieren kann, stark ein", so die Wissenschaftler.
 
Mithilfe des neuen Geräts lässt sich der Desinfiziervorgang deutlich beschleunigen. Der Clou: Die speziell entwickelte Nanostruktur ist in der Lage, nicht nur vier, sondern bis zu 50 Prozent der Sonnenenergie zu nutzen, was die chemische Aufbereitung immens beschleunigt. "Unser Gerät sieht aus wie ein kleines Rechteck aus schwarzem Glas. Man braucht es nur ins Wasser fallen lassen und die Sonne die ganze Arbeit erledigen lassen", erklärt Materialforscherin und SLAC-Projektleiterin Chong Liu.
 
Unter einem Elektronenmikroskop betrachtet, zeigt sich die besondere Struktur des innovativen Geräts. Diese weist viele nahe beieinander liegende dünne Linien auf, die von den Forschern "Nanoflakes" genannt werden. Sie bestehen aus Molybdändisulfid, einem Material, das ansonsten häufig als industrielles Schmiermittel eingesetzt wird. "Wenn diese Teile in der richtigen Stärke angeordnet werden, können wir damit das gesamte sichtbare Spektrum der Sonnenenergie anzapfen", erklärt Liu.
Auf den Nanoflakes liegt zudem ein dünner Film aus Kupfer, der als Katalysator fungiert. "Dadurch können wir genau die chemischen Reaktionen auslösen, um etwa Stoffe wie Wasserstoffperoxid zu erzeugen, die gerne als Desinfektionsmittel verwendet werden, um schädliche Bakterien im Wasser zu eliminieren", erläutert die Wissenschaftlerin.
 
Liu zufolge stellt die neuartige Methode zur Aufbereitung allerdings kein Allheilmittel zur Lösung der Trinkwasserproblematik dar: "Bislang haben wir dieses Verfahren lediglich mit drei unterschiedlichen Bakterienstämmen getestet, die in relativ geringen Wassermengen im Labor gemischt worden sind und nicht mit den komplexen Mixturen von Verunreinigungen, wie wir sie in der realen Welt vorfinden." Doch entsprechende weiterführende Tests und Experimente seien bereits in Vorbereitung. "Es ist aber schon jetzt sehr aufregend zu sehen, was alles möglich ist, wenn man ein Material genau nach seinen Wünschen designen kann", so Liu.


Quelle   pressetext.com | 2016

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Montag, 15. August 2016

Solarcity will es wie Tesla machen

Ähnlich wie Tesla mit Panasonic für die Gigawattfertigung seiner Batterien zusammenarbeitet, soll nun auch für die Fertigung der Silivo-Solarmodule ein Kooperationspartner für die Produktion von Solarzellen für Solarcity gesucht werden. In der Gigawatt-Fabrik in Buffalo sollen ab Ende kommenden Jahres neben den herkömmlichen Solarmodulen auch Dächer mit integrierten Photovoltaik-Anlagen vom Band laufen, so eine Meldung des Solar-Portals pv-magazine.de.

Solarcity steht kurz vor der Übernahme durch Tesla und hatte vor wenigen Tagen weiter steigende Verluste im zweiten Quartal verkünden müssen. Ähnlich wie Tesla baut auch der US-Photovoltaik-Hersteller derzeit eine Gigawattfertigung auf – und zwar in Buffalo. Ab Ende kommenden Jahres sollen dort die Silevo-Solarmodule mit mehr als einem Gigawatt Gesamtkapazität vom Band laufen. Allerdings sei auch geplant, ganze Solardächer mit integrierten Photovoltaik-Anlagen zu fertigen, nicht nur Solarmodule. Elon Musk kündigte in einem Analystengespräch auch an, dass derzeit auch Gespräche mit strategischen Partnern für die Solarzellen-Fertigung geführt würden. „Einige davon gingen in eine interessante Richtung“, sagte der Aufsichtsratschef von Solarcity, der zugleich Vorstandschef von Tesla ist und beide Unternehmen gründete. Er verspreche sich davon einen Mehrwert, ähnlich der Zusammenarbeit zwischen Tesla und Panasonic bei der Batteriefertigung. Hierbei liefert der japanische Konzern die Zellen für die Gigawattfertigung und ist an der Finanzierung der Fabrik beteiligt.

Zu den angestrebten Kosten für die Silevo-Solarmodule lägen in absehbarer Zeit bei 40 bis 50 US-Dollarcent pro Watt, erklärte Solarcity-Vorstandschef Lyndon Rive, ein Cousin von Musk. Technologievorstand Peter Rive betonte, dass Solarcity derzeit sogar vor dem eigenen Zeitplan liege. Voraussichtlich im zweiten Quartal 2017 könne mit dem Hochfahren der Produktionslinien begonnen werden. Ein großer Teil der Fertigung solle dabei für die dachintegrierten Photovoltaik-Produkte ausgelegt werden. Lyndon Rive betonte, dass es dafür in den USA einen großen Markt gebe. Immerhin würden jährlich etwa fünf Millionen neue Dächer gebaut.

Musk hatte im Juni ein Übernahmeangebot von 2,6 Milliarden US-Dollar für Solarcity vorgelegt. Die Vorstände beider Unternehmen haben bereits zugestimmt. Nun müssen die Aktionäre noch darüber befinden. Die Übernahme des Photovoltaik-Herstellers ist Teil von Musks „Masterplan Teil 2“, mit dem er Tesla zu einem Komplettanbieter für saubere Energielösungen machen will. Die Synergieeffekte bei einer Zusammenlegung der Unternehmen bezifferte er mit 150 Millionen US-Dollar. Dies sei eher eine konservative Schätzung, so Musk gegenüber Analysten.

Samstag, 13. August 2016

Solaraktienkurse sinken - trotz freundlicher Börse


Der PPVX ist letzte Woche um 2,1% auf 1.059 Punkte gesunken, der NYSE Arca Oil um 1,2% gestiegen. Seit Jahresanfang 2016 liegt der PPVX mit -31,0% währungsbereinigt rund 35 Prozentpunkte hinter dem Erdölaktienindex (+3,6%). Die Top 3 Titel seit Jahresanfang sind Chorus Clean Energy AG (+22%), Xinyi Solar Holdings (+4%) und 8point3 Energy Partners (-3%). Die grössten Gewinner der Woche waren SunRun (+20%) und Shunfeng International (+13%), die grössten Verlierer SunPower (-28%) und SMA Solar Technology (-17%). Der PPVX-Börsenwert beträgt rund 24,6 Mrd. Euro. Seit Anfang 2003 liegt der PPVX (+276%) rund 137 Prozentpunkte vor dem Erdölaktien-Index (mit +139%).
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Der Solaraktienindex PPVX erscheint abwechslungsweise auf Solarmedia und in den Zwischenwochen auf  Vorsorgemedia!

Quelle: Öko-Invest-Verlag, Wien, oeko-invest@teleweb.at

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