Freitag, 29. April 2016

Auf dem Weg zur ungiftigen Dünnschichtzelle

Ein Forscherteam am »Australian Centre for Advanced Photovoltaics« an der australischen Universität von New South Wales arbeitet unter der Leitung von Frau Xiaojing Hao an der Entwicklung von Dünnschichtsolarzellen, die ohne giftige Inhaltsstoffe auskommen, wie das Solarportal von photon.com schreibt. 

Die Wissenschaftler haben jetzt verkündet, sie hätten Zellen aus Kupfer, Zink, Zinn und Schwefel (CZTS, Copper, Zinc, Tin, Sulphur) entwickelt, die auf einer ein Quadratzentimeter großen Fläche einen Wirkungsgrad von 7,6 Prozent erreichen. Dieser Wert sei vom National Renewable Energy Laboratory (NREL) des US-Energieministeriums bestätigt worden. Die Forscher betonen, dass CZTS-Zellen anders als die Dünnschichtformate aus Cadmium-Tellurid (CdTe) und Kupfer-Indium-Gallium-Selenid (CIGS) keinerlei toxische Auswirkungen haben. »Es gibt allerdings noch viel zu tun, bis wir mit den neuen Zellen einen vergleichbaren Wirkungsgrad erzielen können, aber wir sind auf gutem Wege«, erklärte der Projektkoordinator Martin Green. 

Abgesehen davon, dass die neuen Zellen umweltverträglicher sind, sei er aus zwei Gründen ganz besonders an deren Entwicklung interessiert: »Man kann sie auf Materialen als Schicht auftragen, die 50 Mal dünner ist als ein menschliches Haar, sodass sich der Produktionsschritt über Wafer und deren weitere Verarbeitung einsparen lässt.« Außerdem würde das Material blaue Wellenlängen des Lichts besser erfassen als Silizium, somit ließen sich damit auch Siliziumzellen beschichten, um den Gesamtwirkungsgrad zu erhöhen. Die neue Entwicklung sei prädestiniert etwa zur direkten Beschichtung unterschiedlicher Oberflächen, so Xiaojing Hao, zum Beispiel für den Einsatz als Gebäudeintegrierte Photovoltaik (BIPV) in Fassaden, Dachziegeln und Fenstern. 

Weitere Angaben unter:
newsroom.unsw.edu.au/
newsroom.unsw.edu.au/news/science-tech/unsw-takes-lead-race-non-toxic-thin-film-solar-cells

Quelle: Agenturen und Photon

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