Buch SONNENWENDE



Als Titel des Projekts könnten herhalten (Priorität zuerst):
  •  «Der Siegeszug der Solarenergie»
  • «Auf dem Weg zur Solarwirtschaft»
  • «Mensch Sonne - Die Energiewende ist eine Sonnenwende» - in Anlehnung an «Mensch Klima» von Lars Müller, wo Buch auch zu verlegen wäre
  • «Solare Leuchttürme der Energiewende»
  • «Sonnen- statt Energiewende» ist der Titel eines Buchprojekts, das hier im halböffentlichen Raum entwickelt wird. Wo es hinführt, ist noch unklar, aber bei der Arbeit mit dem Solarblog kommen die Mosaiksteine zusammen - ob es dann ein Buch wird oder nur eine Skizze im Rahmen des Blogs, bleibt dahingestellt. Der nachfolgende Text ist damit quasi das sich entwickelnde Manifest des Solarmedia-Autors - oder mit einem Augenzwinkern der Stand des gegenwärtigen Irrtums. Nutzen Sie die Kommentarfunktion am Ende dieser Site, um Ihre Gedanken zur Sonnenwende und zu den von mir angeführten Punkten anzufügen!
  • Ausgangspunkt sollten Reisen zu den Inseln der Zukunft oder zu den bedeutendsten Energieprojekten der Welt sein - Reisen mit Crowdfunding zu finanzieren! 
  • Story Telling quer durchs ganze Buch würden dieses lesenswerter machen - wie in Punkt vom 17.10.15 - auf jeden Fall viele Personen vorkommen lassen (Kapitel über Energie-/Sonnenwender). Technische Erläuterungen - oder eben diese Personen wie Schweizer, Jenni, Fornallaz, Cadonau, Palz, Scherr in Kästen.
  • Zu illustrieren mit Fotos der schönsten Solarbauten wie die Bechers (Hilla und Bernd) alte Industriebauten im Ruhrpot fotografierten - aber sinnigerweise hier in Farbe!
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    2. (24.11.17) Das ist von Tony Seba mit «Saubere Revolution 2030» ein Buch erschienen, das dem meinen nahe kommt..... Sein Buch “Saubere Revolution 2030” ist nun auch auf Deutsch erschienen. Tony Seba erwartet, dass sich in naher Zukunft das Energie- und Verkehrssystem radikal verändern werden. Die Erneuerbaren und Speichertechnologien sind aus seiner Sicht nicht mehr aufzuhalten > pv-magazine.de 24.11.17.
    3. (23.11.17) Die Solarbatterie soll zum Statussymbol werden - Das schwäbische Start-up Sonnen baut sie. Mit ihr will Manager Philipp Schröder die Energieversorger entmachten. Gelernt hat er bei Tesla-Chef Elon Musk > Zeit vom gleichen Tag, vorderhand nicht frei verfügbar.
    4. (22.11.17) Zentral im Buch soll die Projektbeschreibung sein - das heisst vorzuführen, was da alles an dezentralen Projekten auf der Welt läuft, also in CH, D, A und im Süden, siehe etwa:- Info für die Presse unter press@africagreentec.com
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      - auf Solarmedia finden sich diese schon in den diversen Rubriken, aber auch unter Labels wie Video.
    5. (21.11.17) Africa Green Tec versorgt Afrika mit Wasser und Energie - einer der interessanten Ansätze in diesem Bereich der EZA. Siehe auch:
      Pressebilder finden Sie unter: http://bit.ly/2hGwLl0
      Ein Video vom Aufbau des Containers finden Sie unter: https://www.youtube.com/watch?v=e0c594O9j4I&feature=youtu.be
      Die Vision des Unternehmens für Afrika finden Sie unter: https://youtu.be/4vUWmAy2xdg
    6. (19.11.17) Solarenergie - elf Jahre Ignoranz: In einer Disziplin hat die IEA allerdings komplett versagt: Beharrlich weigerte sich die Organisation, den seit vielen Jahren politisch angestoßenen und schließlich auch tatsächlich erfolgenden Vormarsch der Solarenergie wahrzunehmen, wie die Grafik von Statista zeigt > manager-magazin.de 19.11.17.
    7. (16.11.17) Der Guardian hat sieben Welt-Mega-Trends herausgearbeitet, die die (Energie-) Zukunft bestimmen - da gehört das Kapazitätswachstum der Erneuerbaren Energien ebenso dazu wie die gigantische Weiterentwicklung im Speicherbereich.
    8. (9.11.17) Solarthermie-Tagung 2017 zeigte den Kampf der Thermie gegen die PV - der wohl durchaus und partiell von Erfolg geprägt sein kann. Grossflächige Anlagen versprechen beispielsweise, für Prozesswärme oder auch Fernwärme zu sorgen in einem Ausmass, welches die PV kaum stemmen kann. Toll die an der Veranstaltung erwähnten Beispiele, wie etwa das Gössel-Bier aus Österreich.
    9. (9.11.17) PV übernimmt: In einer Studie wird prognostiziert, dass die Weltbevölkerung von 7,3 auf 9,7 Milliarden Menschen bis zur Mitte des Jahrhunderts anwächst. Daher werde auch der weltweite Energiebedarf im Energiesektor von 24.310 Terawattstunden (TWh) im Jahr 2015 auf ungefähr 48.800 TWh im Jahr 2050 ansteigen. Der meiste Strom wird dabei von der Photovoltaik geliefert. In der Studie wird sie 69 Prozent Anteil am globalen Strommix haben, die Windenergie 18 Prozent, Wasserkraft acht und Bioenergie zwei Prozent  > pv-magazine.de 9.11.17.
    10. (6.11.17) Lasst die Sonne in Indien aufgehen: Millionen Inder leben noch immer ohne Strom. Das könnte sich bald ändern – dank Solarspeichern. Die Voraussetzungen mit durchschnittlich fast 300 Sonnentagen sind gut. Das nördliche Uttar Pradesh ist eine der ärmsten Regionen Indiens. Dort leben laut der Internationalen Energieagentur rund 85 Millionen Menschen ohne Strom. Im ganzen Land sind es 270 Millionen. Doch das will die indische Regierung nun ändern – mit Solarenergie. > Zeit 6.11.17.
    11. (6.11.17) Mit der Sonne für die Unabhängigkeit von Haiti: Was wir hier tun, ist nötig den Planeten zu erhalten. Und dass wir es hier tun, ist nötig, damit möglichst viele diesem Beispiel folgen. Denn nur zusammen schaffen wir das.“ Willi Ernst, deutscher Solarpionier und heute Vorsitzender der Biohaus-Stiftung zur Förderung von Solartechnik in Entwicklungsländern, strahlt über das ganze Gesicht. Immerhin ist dank seiner Organisationsarbeit soeben ein neues Smart Grid in Bertrieb gegangen. Es ist mit 500 Kilowatt das größte solarbetriebene Off-Grid Stromnetz der Karibik > pv-magazine.de.
    12. (5.11.17) David Stickelberger macht mich darauf aufmerksam, dass Pius Hüsser erstens die Solaranlagen der Atacama-Wüste in Chile besucht hat und zweitens sowieso der geeignete Mann ist für Kontakte zur Solarabteilung der IEA. Diese hat wohl den besten systematischen Überblick dazu, was weltweit im Solarbereich läuft.
    13. (5.11.17) Die Vorgänger-Organisation von Swissolar wurde 1978 gegründet, womit der Verband 2018 sein 40-Jahr-Jubiläum feiert - gemäss David also ein geeigneter Zeitpunkt für das Erscheinen des Buches.... ich habe ihm meine Zeitbedenken bereits mitgeteilt - und dennoch wäre das natürlich ein reizvoller Moment für die Lancierung des Buches.
    14. (26.10.17) Das Potential für Schweizer Solarstrom beträgt gemäss Baliff zwischen 20 bis 75 Prozent: Im Gegensatz zu gewissen Ansichten verfügt die Schweiz über ein beachtliches Solarpotenzial. «Würde man alle günstig ausgerichteten Dächer und Fassaden sowie die Fahrbahnränder und Bahndämme mit PV-Anlagen ausrüsten, wäre es technisch möglich, fr Solarstrom beträgt gemäss Baliff zwischen 20 bis 75 Prozent: Im Gegensatz zu gewissen Ansichten verfügt die Schweiz über ein beachtliches Solarpotenzial. «Würde man alle günstig ausgerichteten Dächer und Fassaden sowie die Fahrbahnränder und Bahndämme mit PV-Anlagen ausrüsten, wäre es technisch möglich, fast 75% des jährlichen Strombedarfs in der Schweiz zu erzeugen, ohne die Landschaft optisch zu beeinträchtigen», meint Christophe Ballif, Professor und Leiter des PV-Labs an der EPFL sowie des PV-Centers am CSEM. «Aber bleiben wir realistisch. Zahlreiche Studien zeigen, dass unser Land mit seinen Staudämmen und seinem Stromnetz über eine Infrastruktur verfügt, die sich gut für eine Solarstrom­produk­tion in der Grössen­ordnung von 20% unseres jährlichen Strombedarfs eignet, natürlich nur, wenn man einige lokale Anpassungen vornimmt und bei einem geänderten Angebots- und Nachfrage­mana­gement», fährt er fort > elektrotechnik 26.10.17.ast 75% des jährlichen Strombedarfs in der Schweiz zu erzeugen, ohne die Landschaft optisch zu beeinträchtigen», meint Christophe Ballif, Professor und Leiter des PV-Labs an der EPFL sowie des PV-Centers am CSEM. «Aber bleiben wir realistisch. Zahlreiche Studien zeigen, dass unser Land mit seinen Staudämmen und seinem Stromnetz über eine Infrastruktur verfügt, die sich gut für eine Solarstrom­produk­tion in der Grössen­ordnung von 20% unseres jährlichen Strombedarfs eignet, natürlich nur, wenn man einige lokale Anpassungen vornimmt und bei einem geänderten Angebots- und Nachfrage­mana­gement», fährt er fort > elektrotechnik 26.10.17.
    15. (17.17.10) Im Herbst 2017 geschieht hierzulande Seltsames. Mit grossem Jubel wird dem Schweizer Chemienobelpreisträger Dubochet oder wie der heisst gehuldigt - die nicht ganz so bedeutenden, aber doch bemerkenswerten Becquerell-Gewinner Nowak und Decathlon-Sieger Westschweizer Studenten bewegen sich aber unter dem Radar hiesiger Medien und finden kaum je Erwähnung - in der Westschweiz noch etwas mehr als in der deutschen, hier ist die Resonanz praktisch in beiden Fällen gleich Null.
    16. (13.10.17) Al Gore hat bei Interviews anlässlich seiner Zürcher Vorstellung des neuesten Films die Solartechnik besonders hervorgehoben als die alles entscheidende Technologie - wörtliche Inti-Antwort: Ist Solarenergie jene Technologie, die sich seit Ihrem ersten Dokumentarfilm am stärksten entwickelt hat? «Kann man so sehen. Die Kosten für Solarstrom sind dramatisch gesunken, weit schneller, als man damals dachte. Wir sind am Anfang einer Nachhaltigkeitsrevolution, die das Ausmass der industriellen und die Geschwindigkeit der digitalen hat.» Meine Interpretation: Al Gore sieht die Solarenergie als Treiber dieser Revolution(TA-Interview vom 10.10.17).
    17. (12.10.17) Mit dem Thema Batterien/Speichertechnik läuft derzeit das Gleiche ab wie mit der Photovoltaik vor ein paar Jahren - ihr Potential wird gering geschwatzt, ökologisch wird sie verteufelt, sozial in die Ecke gestellt - und dabei hat auch sie ihren Siegeszug längst angetreten. Beispielhaft lief das in der Sendung Maischberger (ARD) vom 11.10.17, wo Alex Reichmuth von der Weltwoche seinen Klimaskeptizismus zum Besten geben durfte und die Energiewende, jetzt wegen der Speichertechnologie, als teure Spinnerei abtat.
    18. (11.10.17) Interview zum unglaublichen Sinken des Solarstrompreises bei Ausschreibungen in den Ländern des nahen Ostens: https://www.pv-magazine.de/2017/10/09/saudi-arabien-wie-weit-koennen-photovoltaik-ausschreibungspreise-noch-sinken/
    19. (10.10.17) Solarenergie ist auch Triebfeder für echte nachhaltige Entwicklung - dieses Fakt wird jetzt gewürdigt mit der Verleihung des dt. Solarpreises an die Stiftung Solarenergie von Harald Schützeichel - im Newsletter der Stiftung hiess es dazu (Mail vom 9.10.17 in Ordner Solar):
    20. (9.10.17) Um den Siegeszug zu belegen, wäre vielleicht interessant, die Verfügbarkeit von Solarenergie mit dem HDI oder auch dem reinen BIP-Wachstum eines Landes zu korrelieren - soweit eine eigene wissenschaftliche Idee.
    21. (8.10.17) Solar-Terra - eine der Nischen, in denen doch auch die Schweiz weltweit eine bedeutende Rolle spielen kann, was auch Ballif betonte anlässlich Einweihung der Scheune in Fribourg: «„Photovoltaik ist weltweit auf dem Vormarsch“, erinnerte Christophe Ballif, Direktor des CSEM. „In Indien wurde aufgrund der neuen kostengünstigen Möglichkeiten von Photovoltaik sogar ein Moratorium für neue Kohlekraftwerke verfügt!“ In Indien würden jedoch riesige Freiflächenkraftwerke gebaut. „In der Schweiz wird die Ästhetik hoch gehalten. Das ist auch gut so, denn wir sind ein kleines Land und haben auf unseren Dächern genug Platz. Mit Solar-Terra haben wir jetzt auch für denkmalgeschützte Häuser oder Gebäudebesitzer, die eine hohe ästhetische Qualität wünschen, ein schönes Produkt zur Hand“, freut sich Christophe Ballif.» Quelle: http://www.ee-news.ch/de/article/36965/premiere-schweizer-entwicklung-solar-terra-bringt-photovoltaik-und-denkmalschutz-zusammen
    22. (6.10.17) 2017 hatten wir es dann quasi amtlich, als die IEA erstmals die künftige Dominanz von PV hervorhob und zugestand, dass PV 2016 erstmals die am schnellsten wachsende Energiequelle weltweit war - siehe https://www.pv-magazine.de/2017/10/04/iea-laeutet-neue-photovoltaik-aera-ein/.
    23. (4.10.17) An einer SES-Tagung zum Thema Energie und Wachstum kreuzten am 3.10. Irmi Seidl und Lucas Bretschger von der ETH die Klingen. Letzterer im üblichen Ökonomen-Ductus mit leicht fortschrittlichem Ansatz (Energiewende und 100 Prozent sind machbar), erstere sieht für die Solarenergie auch Probleme mit den Rohstoffen und einen EROI von 3-4 - und sowieso würde die Energie wegen Verknappung immer teurer. Seidl ist unerträglich nicht auf der Höhe der Diskussion - siehe auch https://www.srf.ch/news/wirtschaft/wissenschaftler-uneinig-wirtschaftswachstum-und-energiewende-ein-widerspruch?ns_source=web&srg_sm_medium=tw?ns_source=web&srg_sm_medium=tw
    24. (4.10.17) An oben genannter Veranstaltung habe ich allen drei PodiumsteilnehmerInnen (inkl. SES-Präsident NR Beat Jans) vorgeworfen, sich nicht genügend für den Trend der Zeit resp. den Tipping Point Solarenergie einzusetzen - dem wurde nur schwammig erwidert, Seidl again mit dem Rohstoffproblem. Aber auch die SES selbst ist nicht auf der Höhe der Zeit, führt sie auf ihrer Homepage doch noch immer veraltete Angaben zum aktuellen Energiebeitrag aus dem Jahr 2014 - siehe: http://www.energiestiftung.ch/erneuerbare-energien-sonne.html
    25. (30.9.17) Openhouse-Ereignis zu Zürcher Architekuren lässt auch weniger bekannte Beispiele aufscheinen. Z.B. die Solarthermie-Anlage im Hauskomplex Tic-Tric-Trac in der Binz, die offenbar das ganze Haus mit Energie für das Heizen und Kühlen versorgt.
    26. (29.9.17) Jetzt kommen die Gezeitenkraftwerke in die Gänge, v.a. jenes in Schottland - siehe: A tidal power station in the Pentland Firth between mainland Scotland and Orkney has broken the world record for electricity generation, the company behind it has announced >  http://www.independent.co.uk/news/business/news/pentland-firth-tidal-power-station-electricity-generation-energy-renewables-a7922141.html.
    27. (30.8.17): Den EE weht immer noch heftiger Widerstand, ja Hass entgegen. In der Schweiz tut sich seit einiger Zeit v.a. die Website Carnot-Cournot-Netzwerk rund um Silvio Borner hervor. Eben sind sie daran, die Berechnungen von Stanford-Professor Mark Z. Jacobson ins Lächerliche zu ziehen, der per 2050 für 139 Nationen eine Vollversorgung mit EE für möglich erachtet, siehe Artikel vom 24.8.17. Wäre interessant, deren Interessenslage mal zu hinterfragen - wie auch jene der ewigen Atombefürworter aus der Familie Aegerter und ihrer Initiativen.
    28. (29.8.17): «Inseln der Zukunft» hiess eine arte-tv-Sendereihe, in der u.a. auch die Orkney-Islands vor Schottland porträtiert wurden. Dort besteht der Glaube, dass dank der Gezeiten mit Strom aus dem Meer das Energieproblem der Menschheit gelöst werden kann. Ich sollte mich also aufmachen, auch die Inseln zu erforschen unter diesem Aspekt - Rarotonga / Cook Islands mit den vielen Solaranlagen habe ich ja schon gesehen und porträtiert auf Solarmedia.
    29. (14.8.17): Fortschritte der : Zu den - und den -Zellen für gesellen sich nun . Mein Tweet zu den Innovationen der Solartechnologie - auf dem Weg zur effektiven Autarkie.
    30. (12.8.17): Es gibt sie, die neuen EE-PionierInnen: Z.B.: Schweizer Pioniere: Eine Professorin forscht für die Energiewende - sie ist 38-jährig, ETH-Professorin und Mutter von 3 Kindern: Gabriela Hug. Sie geht in vielen Bereichen innovative Wege. So auch in der Forschung, wo sie an Regelsystemen für Enegienetze rechnet. Sie will nichts Geringeres als einen massgeblichen Beitrag an die Energiewende leisten Quelle: 10vor10 9.8.17.
    31. (11.8.17): Wasserstoff-Auto wird auch ganz wichtig sein für die Verkehrswende - doch sind diese bisher sehr selten (nur von Hyundai und ein Japaner). Und auch nur 20 Ladestellen für Wasserstoff in Deutschland gegenüber 14'700 Benzin-Tankstellen. Langstreckenfahrten werden nur mit Schnellladestationen möglich, die es gar noch nicht gibt. Und Wasserstoff-Autos kosten zwischen 65'000 und 80'000 €. Da helfen die Prämien in D von 4000 € kaum, und in der Schweiz gibt es die ja gar nicht. Vorgestellt werden auch die Street-Scooter, die in D die Post herstellte, weil kein Autobauer wollte - youtube 10.8.17.
    32. (10.8.17): Ökobilanz der E-Mobilität hängt im Wesentlichen vom verwendeten Kraftstoff ab. Da schneidet Deutschland schlecht ab, weil Strom immer noch zu 40% aus Kohle stammt - also sehr CO2-intensiv ist. Nur rund 35% des Stroms in D ist erneuerbar. Da liegt die Schweiz aufgrund ihres Strommixes wesentlich besser - aber die Frage ist, wie sich dieser Strommix verändert, wenn wegen E-Mobilität der Stromverbrauch steigt. Weiterer Punkt zur Ökobilanz ist die Frage der verwendeten Rohstoffe bei Produktion des Autos an sich sowie der Batterie. Bei beiden muss dem Recycling ein hoher Stellenwert zukommen - youtube 10.8.17.
    33. (9.8.17): Wasserstoff (Power to Gaz) ist die zwingende Ergänzung zur dezentralen Versorgung mit EE, wichtig v.a. für Speicherung von Windstrom. Denn dezentrale PV-Anlagen tragen zwar bei zu einer Eigenversorgung von rund 70-80 %. Aber für den Rest braucht es noch eine weitere Infrastruktur - und diese wird auf der Basis von EE der Wasserstoff als Lagerungsvariante sein - auch wenn die Effektivität vergleichsweise gering ist (nur Effektivitätsprobleme haben alle Energieformen). Spart auch Ausbau der Netze - also Veredelung vor Ort (Wertschöpfung). Alles auch im Sinne der Sektorkoppelung. Aber Wasserstoff wird noch stiefmütterlich behandelt - siehe auch Video von Leben mit der Energiewende 9.8.17.
    34. (8.8.17): Nun zeichnet sich auf dem weltweiten Solarmarkt eine nächste Zeitenwende ab: Nach den USA, Japan, Deutschland und aktuell China wird zu Anfang der 20er Jahre oder vielleicht schon früher Indien die neue Grossmacht auf dem internationalen PV-Markt - insgesamt werden bis dann auch doppelt so viele Kapazitäten an PV als an Atomkraft erwartet! (Quelle: Solarmedia/solarbranche.de)
    35. (20.7.17): Nach meiner OP bin ich etwas nachdenklich, aber auch philosophisch offen für neue Gedanken, allda drängen sich auf:
      1. Das Solarzeitalter hat gerade erst begonnen - was für die Schweiz mit der gewonnenen Energieabstimmung am 21.5. ganz besonders gilt.
      2. Die wirtschaftliche Entwicklung der PV überrundet derzeit sogar meine gelegentlich vollmundigen Prognosen, die ich ja sehr locker machte und mache.
      3. Die einzigen, die ins Hintertreffen geraten sind im Solarausbau, sind die Europäer und auch die Schweiz.

    36. (3.7.17): Nach dem Erfolg der Energiestrategie-Abstimmung wäre ein Buch fällig unter dem Titel «Die Zukunft ist solar», allenfalls finanziert durch ein Crowdfunding für bis zu 50'000 CHF - Spender erhalten selbstverständlich ein Buch....
    37.  (18.5.17): Solar jetzt erst recht - bei allfälliger Ablehnung des Gesetzes - mit Herleitung:
      1. Unselige Gegner rechts: Blochers, Frey, Aegerters
      2. Unselige Gegner links: Guggenbühl, WoZ/Boss
      3. Geschichte seit eh und je
    38. (18.1.17) Das war gigantisch: China baute 2016 solar 34 Gigawatt zu: Die geschätzt 34 Gigawatt neu installierte Photovoltaik-Leistung sind weit mehr als Analysten vorhergesagt haben, und nahezu eine Verdopplung der installierten Photovoltaik-Leistung im Land (pv-magazine.de 18.1.17).
    39. (17.1.17) Endlich wieder mal ein paar Bemerkungen zu diesem Projekt, offenbar war ich zu sehr durch anderes absorbiert, doch jetzt sollte sich langsam Zeit finden. Anlass für diesen Punkt ist auch ein Fazit aus einem Mail: "In 2016, a number of countries broke records in running solely on renewable energy. Portugal confirmed that it ran four and a half consecutive days in May entirely on electricity from renewable sources: wind, hydro and solar. The UK saw it´s greenest Christmas Day ever, with 40% of electricity generated from renewables. In Germany, the price for electricity even turned negative over Christmas, in part due to surging wind power production. Scotland experienced a similar event, when wind power generation exceeded the country’s energy need for four days in a row towards the end of the year. These numbers dwarf in comparison with Costa Rica. Renewable sources accounted for 98.2% of the energy production during the entire 2016, while the country did not burn a single fossil fuel for 250 days. Expect more records to come as costs in the renewables supply chain decline to historic lows, making solar power already cheaper than coal in many parts of the world and set to beat coal on a global average within the next 10 years." Es geht m.a.W. in vielen Ländern weltweit zackig voran (siehe auch Mail in Briefkasten Energie vom 17.1.17).
    40. (24.5.16) - Bei Speichern geht es gleich wie bei der PV und Lithium-Ionen- verdrängen Bleibatterien: Der Zuwachs liegt besonders an den stark gesunkenen Speicherkosten. In den Jahren 2014 und 2015 sind die Systempreise für Lithiumspeicher pro genutzter Kilowattstunde um jeweils 18 Prozent gefallen. „Ähnlich wie bei der Photovoltaik sehen wir auch bei Speichern eine Lernkurve, die bei jeder Verdoppelung der Installationszahlen eine Preisreduktion von rund 20 Prozent vorhersagt“, erklärt Kai-Phillip Kairies von der RWTH Aachen. „Derzeit ist ein Speichersystem auf Lithium-Ionen-Basis inklusive Wechselrichter und Installation bereits ab rund 1.300 Euro pro genutzter Kilowattstunde (kWh) Speicherkapazität erhältlich“ Quelle: Solarmedia.
    41. (23.5.16) - Wer wissen will, wie die Zukunft aussieht, muss sich nur die weltweite Investitionstätigkeit ansehen. So hält etwa BNEF Die von Michael Liebreich gegründete Firma New Energy Finance wurde 2009 von Bloomberg gekauft. Bloomberg New Energy Finance (BNEF) gilt heute als der führende Informationsdienst für saubere Energie. Auf dem diesjährigen Future of Energy Summit war Liebreich, heute Chairman des Advisory Boards, einer der Keynote-Speaker. Seinen Vortrag als Video und die Präsentation als pdf finden Sie hier. fest: Der aktuelle Vergleich von BNEF zeigt, dass bei Investitionen in Stromproduktion erneuerbare Energien bereits seit etlichen Jahren die Nase vorn haben. Das Verhältnis zu Investitionen in fossile Energieträger (Kohle, Gas) ist etwa 2:1. Wichtig ist jedoch zu berücksichtigen, dass Sonnen-, Wind und Wasserkraftwerke technologiebedingt in der Errichtung sehr teuer sind, also hohe Investitionskosten anfallen, dafür aber im laufenden Betrieb billig. Fossile Kraftwerke sind im Bau relativ gesehen billiger, dafür im laufenden Betrieb teurer, da Brennstoff benötigt wird - Quelle: 3sat.de/makro.
    42. (22.5.16) - Unglaublich, wie sich die Solarenergie jetzt sogar in den USA breit macht - belegt auch durch folgende Photon-Meldung: Im Jahre 2030 wird Solarenergie rund 14 Prozent des amerikanischen Strombedarfs decken, im Jahr 2050 sollen es 27 Prozent sein. Dies prognostizieren die Wissenschaftler der beiden zum US-Energieministerium gehörenden Institute Lawrence Berkeley National Laboratory (Berkeley Lab) und National Renewable Energy Laboratory (NREL). Der Bericht betont, dass der weitere Ausbau der Solarenergie zudem enorme Vorteile für die Umwelt sowie für die Gesundheit der Bevölkerung mit sich bringt. Deren monetärer Wert liege bei 400 Milliarden Dollar. Bereits die 2014 installierte Solarleistung von 20 Gigawatt habe der Umwelt einen Kohlendioxidausstoß von 17 Millionen Tonnen erspart, so die Autoren. Betrachte man diese Menge monetär unter sozialen, gesundheitlichen sowie ökologischen Aspekten und der dadurch erzielten Vermeidung von Gesundheits- und Umweltschäden, so ergäben sich Kosteneinsparungen von 700 Millionen Dollar. Den Bericht »The Environmental and Public Health Benefits of Achieving High Penetrations of Solar Energy in the United States« mit 69 Seiten gibt es kostenfrei als PDF unter https://emp.lbl.gov (Publications). © PHOTON emp.lbl.gov/sites/all/files/65628.pdf newscenter.lbl.gov/2016/05/18/berkeley-lab-study-tallies-benefits-solar-power/
    43. (21.5.16) - Im Technology Outlook 2025 heisst es zur PV: Mehr als 30 Entwicklungen im Solarbereich werden die Kosten für Solar-PV in den nächsten 10 Jahren um 40 % senken. Die PV-Lernkurve zeigt, dass der Modulpreis mit jeder Verdopplung der Kapazität um über 20 % sinkt. Bis 2025 wird Solar-PV in vielen Regionen der Welt die kostengünstigste Art der Stromerzeugung sein - Quelle: ee-news.
    44. (20.5.16) - ein neuer heimlicher Riese in der Schweizer Wirtschaft ist die Fenatec, die v.a. im Agrarbereich tätig ist. Dort hat sie sich unterdessen auch im Solarbereich breit gemacht, insbesondere durch die Übernahme des Solaranlagenbauers Solvatec im Jahre 2015. Dem Fenatec-Jahresbericht war zu entnehmen: Die Fenaco-Tochter Agrola tritt hier als Anbieter von Treib- und Brennstoffen auf. Hier liess der tiefe Erdölpreis die Erträge um 14,8 Prozent auf 1,04 Milliarden Franken einbrechen. Zum Bereich Energie gehört Solvatec, ein Solaranlagenbauer. Sein Umsatzbeitrag ist mit 26,5 Millionen Franken aber sehr klein. Im Geschäftsfeld Diverse sind zudem die Softwarefirma Bison (Warenwirtschaftssystem), das Chemieunternehmen Halag (Produkte für Betriebshygiene), die Logistikfirma Traveco sowie die UFAG Laboratorien (Qualitätskontrolle) zusammengefasst. Hier vervielfachte sich der Umsatz von 29 Milllionen auf 121 Millionen Franken, weil erstmals Bison voll konsolidiert wurde Quelle: Tages-Anzeiger 19.5.16
    45. (19.5.16) - An einem SP-Podium zur Stadtzürcher Volksabstimmung über den Atomausstieg erfahre ich, wie sich die FdP bei allen Bekenntnissen zu EE windet, wenn es um konkrete Schritte geht - eben zb den Verkauf der Zürcher AKW-Beteiligungen bis 2034, der gemäss GR Müller dann doch nicht so zwingend erscheint. Genau wie überall sonst (Verursacherprinzip), wo die FdP immer kneift, wenn es konkret wird - theoretisch aber ist man schon dafür.... Anton Gunzinger vertrat demgegenüber u.a. folgende Punkte
      1. CH hat im Wärmebereich einen guten Job gemacht, nutzt die CO2-Steuer nur leider nicht auch für den Verkehrsbereich
      2. Benzin müsste rund 6 CHF kosten pro Liter gemäss Umlage aller Infrastrukturkosten auf AutofahrerInnen - noch ohne CO2-Belastung und Raumverbrauch - mit diesen beiden ergäbe es dann 10 CHF pro Liter wie im Buch «Kraftwerk Schweiz» vorgerechnet.
      3. Deutschland ist zu danken, dass es den Solarmarkt  so voran gebracht hat mit den Preisgarantien für Solarstrom, nur haben sie jetzt den Salat resp. die anhaltenden Kosten - ich sage, das war D's grösste Entwicklungshilfe und ist zweitens ja gar nicht so dramatisch, wenn man die reinen Förderkosten nimmt (weit unter den immer wieder zitiierten 25 Milliarden Euro.
      4. Gemäss Gunzinger hat CH jetzt schon genügend Speicher, um sich voll mit EE zu versorgen, auch in den Wintermonaten dank den Speicherseen - das konnte man am Abend leider nicht weiter vertiefen.  
      5. Flugverkehr hat Gunzinger in bisherigen Studien nicht einbezogen, da vergleichsweise unbedeutend (wohl 15 TWh von Gesamtenergieverbrauch von 250 TWh). 
      6. Sparpotential ist nur schon bei Wärme und Verkehr weiterhin immens - wenn dessen Realisierung auch mit Zunahme des Stromverbrauchs verbunden wäre.  
    46. (8.5.16) - Das PV-Wunder in Grossbritannien: Die Photovoltaik ist weltweit weiter auf dem Vormarsch. Von den in Europa zugebauten 8,5 Gigawatt PV-Leistung entfielen 4 GW auf Großbritannien. Das UK erlebte im vergangenen Jahr einen regelrechten Photovoltaik-Boom. Vor allem im Süden des Landes wurden zahlreiche Solarstrom-Anlagen in Betrieb genommen. Über dieses Thema spricht Dr.-Ing. Rolf Sohrmann, Head of Business Unit Energy Solutions bei der Weidmüller Interface GmbH & Co. KG (Detmold), im aktuellen Solar-Interview - siehe hier >>>.
    47. (29.3.16) - Wie ich es an einer Mittagsveranstaltung von Globalance etwas ausführlich ausdrückte, lässt sich der Erfolg der Photovoltaik in den industriellen Gesetzmässigkeiten der Halbleitertechnologie verorten. Diese hat für den IT-Bereich zu einer extremen Leistungssteigerung bei gleichzeitig deutlich fallenden Kosten geführt (jeweils minus 20% bei Verdoppelung des Marktvolumens). Und genau das Gleiche hat sich abgespielt und wird sich - vielleicht in vermindertem Ausmass abspielen bei den silizium-basierten PV-Zellen. Illustrativ lässt sich zudem sagen, dass ein PV-Modul nach dem umgekehrten Prinzip des TV-Apparats funktioniert, also statt Strom rein und Licht raus eben bei der PV Licht rein und Strom raus. Und TV-Apparate sind in den letzten Jahren ja für Alle wieder spürbar, ja extrem billiger geworden.
    48. (3.3.16) - Auch die UBS in der Schweiz hat unterdessen ein Einsehen - sie hat die Studie «Neue Energien für die Schweiz» veröffentlicht, die ich auch ausführlich im UBS-Radio vorstellte - und auf Solarmedia berichtete. Die Aussagen sind zwar überwiegend vorsichtig, aber in mancher Hinsicht doch recht klar, so etwa:
      • 2050 werden hierzulande 90% des Strommixes erneuerbar sein
      • eine Schlüsselrolle kommt dabei neben der Wasserkraft der Solarenergie zu
      • Atomstrom hat dagegen hierzulande keine Zukunft, da nicht wirtschaftlich und politisch nicht mehrheitsfähig.
    49. (25.2.16) - Über Licht und Schatten in der Solarbranche aus Anlass der 14. Nationalen PV-Tagung habe ich ausführlich auf Solarmedia berichtet - dieser Beitrag ging auch an Swissolar - und in einer verlängerten Version für Elektro- / Haustechnik (siehe Artikelentwurf im Ordner ET). Bemerkenswert waren einerseits der allgemeine Optimismus, dass es im Allgemeinen eben schon gut kommt - so auch der "Kronleuchter" vom österreichischen Solarverband. Schlecht kommt es dagegen mit der Atomkraft einerseits (einer Pleite-Bad-Bank), aber vielleicht auch mit den Rahmenbedingungen für die Solarwirtschaft hierzulande. Obwohl doch gemäss Beat Hotz-Hart die Energiewende viel Sinn macht (ihn hatte ich als Referenten vorgeschlagen).
    50. (9.2.16) Afrika hätte es in der Hand, mit EE seine ganzen Probleme zu lösen. So schrieb die deutsche Zeit: «Obwohl Afrika mit der ganzen Fülle erneuerbarer Energiequellen gesegnet ist, haben in den ländlichen Gebieten südlich der Sahara gerade einmal jeder Siebente einen Stromanschluss. Ohne Strom brennt kein Licht zum Lernen, läuft kein Computer und hilft keine Maschine beim Betrieb kleiner Unternehmen.» Quelle: Zeit 9.2.16
    51. (3.2.16) Aus einem gemeinsamen Mai BSW/Intersolarl: "Nach Einschätzungen des BSW-Solar ist Solarenergie auf dem besten Wege, in vielen Regionen der Erde die preiswerteste Energieform zu werden. Bis 2020 rechnet die Interessenvertretung der Solar- und Speicherunternehmen mit einer Verdopplung des weltweiten Photovoltaik-Weltmarktes auf über 100 Gigawatt und einem Marktdurchbruch für Heimspeicher und die Elektromobilität."
    52. (21.1.16) Das Problem und Elend unserer Zeit ist zweifellos die Flüchtlingsfrage - also müsste eine Solarisierung der Welt(-wirtschaft) sich auch dieser Problematik stellen. Solarenergie für Flüchtlinge muss der Slogan heissen. Und mögliche Aktionen sollten sich in einem Gesamtplan zusammenfinden. Das reicht von der Solarisierung der Flüchtlingslager bis zur Elektrifizierung der Herkunftsorte mit Solarenergie, was den Anreiz zur Flucht vermindern sollte - alles eingebettet in eine Gesamtentwicklungsstrategie, die wiederum aber eben und anders als bisher der Solarisierung einen wichtigen Platz einräumen sollte. Zudem sollte man im Sinne von Olafur Eliasson (der am WEF offenbar wiederum einen bedeutenden Preis erhielt) die Solarenergie originell nutzen (wie mit Little Sun) und auf diesem Weg Mittel generieren. 
    53. (18.1.16) Wegen unterschiedlicher Renditeerwartungen sind dezentrale kleine Anlagen in der Stromerzeugung nicht teurer als Grossanlagen, die billiger erstellt werden können, bei denen dann aber der Grossinvestor / EU eben statt 2-3 eben 5-7 Prozent Rendite erwartet - siehe dazu Quaschinings Vortrag «Bedeutung der PV-Eigenversorgung für Energiewende und Klimawandel».
    54. (17.1.16) Amory Lovins hat sich wieder mal orignell über EE geäussert im Rahmen einer Einschätzung der German Energiewende: "Viele Medien schreiben, für die Energiewende brauche man einen ungeheuren Netzausbau oder aber bisher unbekannte Speichertechnologien", sagt Lovins. Die Schwankungen der erneuerbaren Energiegewinnung seien aber nicht sofort ein Problem. "Einer meiner Kollegen zieht gern den Vergleich zu einem Orchester: Nicht jedes einzelne Instrument spielt die ganze Zeit. Immer abwechselnd setzen sie vom Dirigenten geleitet ein und aus und erzeugen erst dadurch wunderschöne Musik".» Und weiter: «So will er auf Energieeffizienz und Lastmanagement setzen, also per Preissignal die Kunden zum Stromverbrauch bringen, wenn es gerade viel Strom gibt. Für den verbleibenden Speicherbedarf sollen vor allem flexible Lösungen gefunden werden – etwa Warmwassertanks in Gebäuden oder auch E-Autos. "In Portugal wurden im vergangenen Jahr 64 Prozent des Stroms erneuerbar gewonnen", sagt Lovins. "Trotzdem sind die Lichter nicht ausgegangen."» Quelle:klimaretter.info
    55. (12.1.16) Über die Rolle des Hans-Josef Fell (und von Hermann Scheer): Er wollte mit den erneuerbaren Energien nicht weniger als „die Welt retten“ – vor der Klimakatastrophe, vor Kriegen ums Öl, vor Armut – und hat es mit dieser Überzeugung bis in den Bundestag gebracht, in dem er von 1998 bis 2013 saß. Dort nutzte er seine Erfahrung mit der Solarförderung auf kommunaler Ebene und schrieb mit dem verstorbenen SPD-Abgeordneten und Solarpionier Hermann Scheer die Gesetzesentwürfe zum EEG. Seither gelten die beiden als Väter des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, jenes Regelwerks, dessen Wirkungen André Schmidt als „ökonomischen und ökologischen Unsinn“ bezeichnet (Quelle: brandeins Nov 15). Ich aber sage - genau darum geht es, die Welt zu retten, eben vor
      Klimakatastrophe, vor Kriegen ums Öl, vor Armut. Und lassen wir Eike Weber entgegnen, zitiert aus dem gleichen Artikel: Die deutsche Solarförderung – purer Unsinn? Weber springt vom Tisch auf, eilt zum Schrank und knallt ein Schaubild der Internationalen Energieagentur IEA auf den Tisch. „Das schmeißt einen vom Stuhl“, sagt Weber. Die IEA, nicht gerade als grüne Organisation bekannt, prognostiziert darin einen Anstieg der weltweit installierten PV-Kapazitäten von heute knapp 180 Gigawatt auf annähernd 4700 Gigawatt im Jahr 2050 – das entspricht der Leistung von 4700 Kohlekraftwerken oder 3600 Atomreaktoren. „Wir haben jetzt den Punkt erreicht“, sagt Weber, „an dem Solarstrom international wettbewerbsfähig geworden ist, wir stehen am Beginn einer gigantischen Wachstumskurve. Sollen wir uns ausgerechnet jetzt aus dem Markt zurückziehen? Das wäre so hirnrissig, als hätte sich Deutschland 1910 aus der Automobilentwicklung verabschiedet.“
    56. (23.12.15) Jetzt geht es den Energie-Dinos immer spürbarer an den Kragen. Sie sind viel zu unflexibel, wie auch eine Spiegel-Reportage aus Deutschland klar macht. RWE und E.on versuchen allerhand zu unternehmen, bringen es aber immer noch auf nur 12% des insgesamt in Deutschland erzeugten Öko-Stroms - und bei aktuellen Batteriespeicher-Projekten ist es seitens der Dinos nicht besser bestellt. Sie haben die Energiewende wirklich verschlafen und schlafen gar noch weiterhin - während Auto- und IT-Konzerne in die Branche drängen - Spiegel 23.12.15.
    57. (29.11.15) Die grossen Strom-Dinosaurier sind tot - wie mir am 55-er Fest von AHE auch der im Stromhandel der Axpo tätige Freund der früheren Sekretärin von Forma Futura bestätigt. Bei der Axpo dominiere das Festkleben am althergebrachten, Neues wage niemand zu denken. Er selbst sähe zb eine Zukunft im Aufbau einer Infrastruktur für die Elektromobilität. Mit den Stromerzeugungsanlagen lasse sich auf jeden Fall auf lange Zeit kein Geld mehr verdienen - aus seiner Sicht sind daran die übermässigen Subventionen für die EE und insbesondere den Solarstrom in D schuld - aber das ist eine andere Sache.
    58. (24.11.15) Auf einen Nenner gebracht gilt für die alten und herkömmlichen Energien: Die Fossilen sind knapp und dreckig, der Atomstrom gefährlich und teuer.
    59. (23.11.15) Hier geht es zwar nicht um Sonnenenergie (warum eigentlich nicht), aber um ein Beispiel, wie volle EE-Versorgung erreicht werden kann - nämlich auf fünf Inseln, u.a. : Auf der Kanareninsel El Hierro ist es gelungen, eine komplett autarke ökologische Stromerzeugung mit Wind und Wasserkraft zu installieren, die auch dem Erhalt des Naturparadieses für die Zukunft dienen kann - Quelle www.arte.tv mit einer Sendereihe über gleich fünf Inseln wie El Hierro, Madeira, Island, Somsö in Dänemark und den schottischen Orkneys. Interessant wäre, jene Inseln herauszusuchen, die ähnliches mit der Sonnenenergie anstreben - also sicher zb Hawaii als PV-intensivster US-Bundesstaat.
    60. (20.11.15) Die Finanzierung der Energiewende, vor allem in Deutschland, war der grösste Entwicklungsbeitrag, den man sich denken konnte. Denn die Verbilligung der PV und der übrigen EE erleichterte vor allem die Einführung in den Ländern des Südens. Das wurde auch in macro-online thematisiert und der entsprechenden 3sat-Doku, die am 20.11.15 ausgestrahlt wurde.
    61. (14.11.15) Ebenfalls am nationalen Kongress der EE von aee hat v.a. Jacqueline Badran betont, dass es ja nicht nur in der Energie für die EE, sondern auch etwa in der Pharmaindustrie garantierte Preise gibt - durch Parallelimportverbot und Vorgaben der Heilmittelverordnung (???). Auf jeden Fall liessen sich hier etwa auch die Landwirtschaftsprodukte anführen.
    62. (14.11.15) Der nationale Kongress der EE der aeesuisse hat neben einer alten eine neue Erkenntnis zutage gefördert: Nicht nur Dezentralisierung ergibt sich aus Übergang zu EE resp. EE führen dazu, sondern auch Digitalisierung. Das hatte ich zuvor schon beim TNC-Jubiläum erfahren mit TNCall - an der Konferenz seitens der Swisscom mit eigenem Vorhaben und dem allgemeinen Motto.
    63. (17.10.15) Wenn ich den Weg über das Erzählen von Geschichten rund um die Sonnenenergie wähle, dann ist wohl folgendes Buch eine gute Vorlage:
      Das Buch "Geschichte unserer Umwelt. Sechzig Reisen durch die Zeit." von Verena Winiwarter und Hans-Rudolf Bork ist Umweltbuch des Jahres 2015. Die Auszeichnung geht jährlich an ein oder mehrere Bücher, die im Laufe des Jahres die nachhaltigste Wirkung auf das Umweltbewusstsein in Deutschland entfaltet haben - Quelle: sonnenseite.com.
    64. (13.10.15) Die wahre solare Revollution findet bereits statt:  Der Durchbruch der Sonnenenergie wird hierzulande seit Jahren verkündet – und wieder abgeblasen. Doch für viele Menschen in Entwicklungsländern ist Solarenergie heute schon günstiger, praktischer und sauberer als alle Alternativen. In Bangladesch und Kenia findet gerade ein dramatischer Ausbau statt. Eine entscheidende Rolle spielen dabei passende Kreditmodelle (eth-zukunftsblog.ch 13.10.15).
    65.  (7.10.15) Sonnenwende statt Energiestrategie - Solarenergie volle Kraft voraus ! Solarmedia
    66. (29.9.15) Das mit der Dezentralisierung und Regionalisierung funktioniert: In Genf kommt Ökostrom aus eigenem Kanton - Die Genfer Stromkonsumenten können künftig Strom beziehen, der nicht nur vollständig aus erneuerbaren Quellen (Wasser und Sonne) stammt, sondern auch im eigenen Kanton produziert worden ist (cleantech.ch 29.9.15).
    67. (17.9.15)  Solarenergie wird nochmals um 40 % billiger: Wenn es stimmt, was das US-amerikanische Marktforschungsinstitut GTM Research voraussagt, dann steht der Solarkraft eine rasante Entwicklung bevor (sonnenseite.com 18.9.15).
    68. (9.9.15) Das ist zwar eine Rückschau, soll aber nicht untergehen - am diesjährigen Filmfestival in Locarno, jetzt grad vor einem Monat, beeindruckte mich ja der Film von Aya Domenig am meisten. «Als die Sonne vom Himmel fiel» könnte meinem Projekt in vielerlei Hinsicht Pate stehen - und lohnt dann vielleicht auch mal noch eine Auseinandersetzung mit ihr, wenn ich das Buch wirklich aufgleise. Wer den Film schaut, wird auf jeden Fall wissen, warum es eine andere Energiequelle als die atomare braucht. Und schön zeigt der Film auch, wie damals und auch jetzt wieder in Fukushima wohl sehr vieles verharmlost wurde - v.a. von der japanischen Regierung, aber auch von einem Volk, das sich vielleicht zutiefst schämt, solche Katastrophen zu erleiden. Zu wenig kommt dabei im Film zum Ausdruck und wird auch von Aya vertreten, dass unterdessen in der Bevölkerung ein Gesinneswandel eingetreten ist und wohl rund 70% der JapanerInnen heute gegen Atomkraft sind. 
    69. (9.9.15) Wolfgang Palz hat wohl ein neues Buch zur Geschichte der Solarenergie geschrieben oder jenes aufgemotzt, das ich schon gelesen habe.  
    70. (9.9.15) Eine schöne Geschichte zur Solarwärme ist jene rund um das Ehepaar Alex und ??? Stocker, die auf Cardada ob Locarno das grösste Solarwärmeprojekt im Tessin errichtet haben. Eigentlich viel zu gross dimensioniert, weil sie die ganze Wärme gar nicht brauchen. Ich hatte sie im August 2015 anlässlich meiner Locarno-Ferien besucht und werde das auch wieder tun. 
    71. (19.8.15) Wenn Mitte des Jahrzehnts die EE in Europa leider stagnieren und sich angesichts des politischen Gegenwinds auch in der Schweiz eine solche Stagnation abzeichnet (zb weniger Solarzubau 2014 mit 306 MWp gegenüber 320 im Vorjahr) - so gilt doch, dass die Energiewende längst eingesetzt hat, wie ich in einer Leserzuschrift bei TA und auch in Solarmedia festhielt (siehe Solarmedia 18.8.15). Weltweit präsentiert sich die Situation abgesehen davon ganz anders - will heissen, man kann von einem solaren Zubau 2015 von deutlich über 50 GW ausgehen und  Mitte 2015 wurde die weltweite Bestandesgrösse von 200 GW überschritten.
    72. (8.7.15) An den Anfang meiner Recherchen und dann des Schreibens sollte ich jene Kapitel stellen, die mich besonders interessieren. Diese dann auch auswerten für meinen Blog - und so entstünde ganz organisch ein interessantes Buch. Also zb beginnen mit dem Kapitel über die Solarinitiativen der Wohngenossenschaften in der Schweiz.
    73. (8.7.15) Die ADEV realisiert gemäss Newsletter 7/15 in Erlenmatt-Ost ein Projekt, das Tiefenwärme mit Eigenverbrauch aus PV-Anlagen kombiniert und damit aufzeigt, wie die Sonne die umfassende Grundlage der hiesigen Energiewende werden kann.
    74. (8.7.15) Zur Geschichte des PV-Siegeszugs gehört auch die Geschichte der ständigen Unterschätzung der Potentiale. Das war schon beim RWE-Chef so, der meinte, Solarstromerzeugen in Deutschland wäre so wie Erdbeerenzucht in Grönland - oder von Heinz Karrer, der noch nach 2010 meinte, die EE erreichten in der CH niemals mehr als einen tiefen einstelligen Prozentanteil an der Gesamtstromerzeugung. Oder dann etwa die Unterschätzung der laufenden Solarstromproduktion in den USA um rund 50 Prozent, v.a. in Kalifornien, wo bereits deren 5% am Gesamttotal erreicht sind (renewableenergy.com 8.7.15).
    75. (4.7.15) Aus Grossbritannien, dem derzeit aktivsten Solarland in Europa, kommt die Idee, dass die solare Revolution auf 6 Säulen ruht:
      1. Sonnenenergie gibt den Leuten wirklich was zurück
      2. ... bringt die Gemeinschaften zusammen
      3. Unternehmen nutzen sie, um vorwärts zu kommen
      4. zeichnet sich durch bemerkenswerte Innovationskraft aus
      5. erreicht mehr als nur die Häuser mit Energie zu versorgen
      6. wird überall auf der Welt angewandt
        1. Quelle: edie.net 4.7.15  
    76. (23.6.15) An der FGZ-GV wurde (zum wiederholten Mal) die Versorgungssicherheit eines Anergienetzes wie von jenem der FGZ in Frage gestellt. Die generelle Antwort von Alfons überzeugte - auch eine auf Öl- und Gas beruhende Energiequelle ist angesichts der Verhältnisse in Russland und Syrien nicht sicher. Totale Sicherheit ist m.a.W. nie gegeben - die Wärmequelle Swisscom könnte durch Wegzug der Rechenzentren versiegen. Aber es gibt andere ähnliche Quellen, zudem die Umweltwärme im allgemeinen (wie Luft und an bestimmten Orten Wasser) sowie mit einer neuen Infrastruktur auch die Sonne mit vermehrten Kollektoren auf den Dächern, die für eine auf Warmwasser beruhende Versorgung bereit gestellt werden könnten. So oder so gilt, dass mit heutigen Technologien Energie- und Wärmequellen aus dem Inland eher als früher mit der rein fossilen Versorgung, die es hierzulande gar nicht gibt, erschlossen werden können. 
    77. (14.6.15) Kurzkommentar zum eigentlichen Inhalt des Buches unter Solarmedia «Energiewende ist Sonnenwende». Dort noch nicht aufgeführt sind ergänzende Argumente wie jenes, dass die Sonnenwende eben auch ein gesamtgesellschaftliches Wendeprojekt, v.a. auch im Wirtschaftsbereich, ist. So sollen tragende Institutionen Genossenschaften sein, die als Krücke zu einem neuen Wirtschaftssystem mit mehr Lohngleichheit und mehr Dezentralität dienen und schliesslich das neue Gesamtenergiesystem auch zum Export-Produkt erster Güte werden lassen.
    78. (7.6.15) Auch herkömmliche Grossunternehmen bekennen sich zunehmend zu einer allumfassenden ökologischen Stromversorgung, wie neuestens Google und Ikea - Tages-Anzeiger 6.6.15.
    79. (6.6.15) Dass die Sonne auch die Lösung für das Wärmeproblem, selbst in Altliegenschaften, sein kann, zeigt das Beispiel aus Lausanne. «Sonne und Holz kombiniert für behagliche Wärme auf Solarmedia»:
    80. (2.6.15) Die Sonne ist die Lösung - nicht nur für das Energie-Erzeugungsproblem, sondern auch für das Wärmeproblem, das Treibstoffproblem und die Klimaerwärmung. Unterdessen erlaubt die technische Entwicklung eine solch kühne Aussage! Denn das Potential zur Solarstromerzeugung ist mindestens so gross, dass ein ganz wesentlicher Teil der Stromerzeugung künftig wirklich solar erfolgen kann - und dies in sehr vielen Ländern. Dank den sich sprunghaft entwickelnden Speichermedien für (momentan überschüssigen) Solarstrom lässt sich dieser auch immer kostengünstiger und nahe beim Erzeuger/Verbraucher speichern - und damit dann eine Wärmepumpe betreiben, deren Energieausbeute immer besser und damit zur Wärmeerzeugung in den Gebäuden wirksam wird. Schliesslich kann weiterer überschüssiger Solarstrom zu zentralen Energiequelle für den Treibstoff der Elektromobilität werden - womit selbstredend viele zentrale CO2-Quellen zurückgedrängt werden und die Klimaproblematik eben dank Solarenergie entscheidend zurückgedrängt wird. Siehe dazu auch Solarmedia vom 2.6.15 sowie weitere einschlägige Veröffentlichungen. Zentrale Persönlichkeit in diesem Zusammenhang ist der Berliner Professor Volker Quaschnig.
    81. (25.5.15) Ich selbst habe es im Nachgang zur St.Galler Management-Tagung geschrieben - «Die Zukunft ist solar», siehe Solarmedia vom 25.5.15 -  also müsste ich mich vermehrt nach dieser Kenntnis ausrichten. 
    82. (19.5.15): Jetzt geht die Suche nach einer neuen Vision los: 
      1.  Die Vision muss ihre Wirkung im Hinblick auf die anstehende Energieabstimmung (2016 1. Teil Energiewende oder 2017 Totalpaket inkl. Lenkungsabgabe ab 2020 - siehe Tages-Anzeiger vom 26.5.15) entfalten - also ca. 3 Monate vorher erscheinen als Buch / Pamphlet oder was auch immer
      2. Jedem seine eigene Stromversorgung
      3. Jeder sein eigener Energieunternehmer - in unterschiedlicher Ausprägung
      4. Neue Rolle für die alten EW - wenn sie denn noch eine haben, aber dann nur im Ermöglichen dieser neuen Vision
      5. usw.   
    83. (18.5.15): Eigentlich eine Erkenntnis noch vom 1. Mai - an dem nämlich machte Elon Musk bekannt, dass er mit Powerwall eine neue viel günstigere Speicherbatterie noch in diesem Jahr auf den Markt bringen will. Ich befand dannzumal, dass das vielleicht wirklich die Welt verändern werde. Auch wieder ähnlich wie beim Computer wird dieser günstige Speicher ermöglichen, dass Jeder und Jede die Herrschaft (!) über die eigene Energie erlangen kann. Bei Genossenschaften sollte das sogar für MieterInnen möglich werden. Leider wurde ein entsprechendes Vorhaben in der FGZ abgewürgt, obwohl Hans und ich einen Speicherraum für die neue Überbauung Schweigmatt vorschlugen. Bleibt nur, die an sich richtige Idee halt sonst weiter zu verfolgen und publizistisch zu begleiten. Eigentlich wieder auf Feld 1 wie damals bei der PV, als nicht mal Swissolar an die Möglichkeit eines durchschlagenden Erfolgs glaubten (2009) - wenige Jahre später war er da (2014: 1 Gigawatt installiert).
    84. (1.5.15): Zum Tag der Arbeit arbeite ich zwar, bei Regen bin ich aber an keiner Demo - und wenn schon widme ich meine gedankliche Arbeit der Energiefrage. Eine Enttäuschung muss ich wegstecken, weil ich nicht einmal zu Gesprächen bei der SP betreffs möglicher Einsitznahme in den EKZ-VR eingeladen wurde. Schade - aber wohl schon zu alt, wie auch die Ausschreibung der GP vor einiger Zeit zeigte, die eine Alterslimite bei 60 für den Eintritt setzte. Also bleibt mir nur, als Unabhängiger meine Gedanken ins Spiel zu bringen - und mich künftig vielleicht wie Peter Wettler als Publizist zu bezeichnen - nicht daneben angesichts meiner Blog-Tätigkeit - oder bin ich dann eher Blogger. Und sehe eine Revolution im Stromgeschäft voraus, nachdem Tesla ein Zusammengehen mit Lichtblick eine Kooperation angekündigt hat, um die Stromverbraucher unabhängig von den Konzernen zu machen. Quelle: Spiegel 1.5.15
    85. (30.4.15): Also wird das Stromnetz doch nicht zur  Kostenfalle, die immer wieder geäusserte Befürchtung der Wendegegner ist widerlegt > Solarmedia 30.4.15 
    86. (17.4.15): «Die Sonne liefert Energie in grossen Schwankungen und dummerweise vor allem dann, wenn die Nachfrage eher klein ist» Dann müssten die Elektrizitätsfirmen noch viel grössere Probleme mit den AKW haben, welche die ganze Nacht hindurch Bandenergie liefern. Gegen Schwankungen und Einspeisungen zur falschen Zeit gibt es Speicherkraftwerke und die gilt es intelligent zu nutzen. Quelle: TA-Artikel-Blog vom 17.4.15
    87. (17.4.15): Ausserordentliche Geschichten erzählen rund um die solare Weltwirtschaft - ein Rat von Hans Huonker. Im gefiel zb die Geschichte von Warren Buffett, der in China in BYD Milliarden investierte - oder auch die Würdigung Chinas als eines Landes, das längst viel grüner ist, als wir hier wahrnehmen. Mir gefällt der kauzige Willi Michel, der vom Gegner der KEV zum Solarpropagandist avancierte.
    88. (13.4.15): Mein Engagement und auch eine Veröffentlichung soll gezeichnet sein von der Vision einer solaren Weltwirtschaft - die geht über die nun schon Allgemeingut darstellende Erkenntnis hinaus, dass Sonnenstrom einen Teil des Verbrauchs decken kann. Die Vision zeichnet sich dadurch aus, dass ich eine Vollversorgung mit Solarstrom propagiere - wie schon als Aprilscherz 2015, den Viele goutierten und der Hans Burri zu einer gehässigen Mail-Attacke bewog.
    89. (6.4.15): Zum Quotensystem, das u.a. Urs Meister auf avenir.suisse.ch regelmässig für den Fall Schweden lobt, gilt mein dortiger Blogeintrag: «Was der Autor in seinem Lob betreffs des schwedischen Quotenmodells regelmässig unterschlägt, ist die Tatsache, dass es gekoppelt ist mit einem Zertifikatesystem. Erreichen die Strom-Versorger die festgelegte Quote nicht, müssen sie entweder eine “Konzessionspflichtabgabe” zahlen oder sie können sich – ähnlich wie im CO2-Emissionshandelssystem – “Stromzertifikate” (“Elcertifikater”) von den Produzenten erneuerbarer Energiequellen kaufen, sofern diese mit ihrer Quote über dem Pflichtanteil liegen. Meiner Erinnerung nach wehrt sich Meister jedoch andernorts immer wieder gegen solche Zertifikate. Ohne solche das Quotensystem eben doch ein Rohrkrepierer würde.»  Siehe auch zum skandinavischen Fördermodell klimaretter.info vom 6.4.15
    90. (3.4.15): Es ist ein Witz, wenn in der Schweiz die Armen in Deutschland bedauert werden, die sich den teuren Strom nicht mehr leisten können. Über die Armen bei uns, die 50 Prozent mehr für Lebensmittel ausgeben als sie in Deutschland zahlen müssten, wird aber kein Wort verloren. Und für die Ernährung geben wir immer noch wesentlich mehr aus als für Energie - also wäre Klage über die hiesige Landwirtschaftspolitik - betrieben von jener SVP, die so gegen die Energiewende wettert - viel eher am Platz - Blogbeitrag im TA zu Artikel über SR-Vorberatung vom 2.4.15. dito:
      1. Sie loben hier die SVP - die uns mit ihrer Landwirtschaftspolitik die höchsten Nahrungsmittelpreise der Welt beschert. In diesem Bereich geben wir weit mehr zusätzlich aus als es in der Energie heute sowieso und auch in Zukunft je der Fall sein wird. Was soll also die Lobhuddelei auf die Energiepolitik der SVP, die in Tat und Wahrheit in erster Linie den grossen Stromkonzernen dient und keinerlei Rücksicht auf Umwelt und externe Kosten nimmt. Kommt hinzu - auch deren Energiepolitik wird sich eines Tages als teurer Irrweg erweisen, wenn etwa die Altlasten der AKW zu beseitigen sind oder auch die fossilen Energieträger endlich ihre wahren Kosten tragen müssen (CO2-Ausstoss).
      2. Fast die Hälfte der Investitionen, die 2014 global im Energiesektor getätigt wurden, entfielen auf erneuerbare Energiequellen. Nach Ländern, Regionen und Investitionsbereichen ging der größte Teil des Investitionskuchens im Jahr 2014 an Solaranlagen in Asien und an Windturbinen in der Nordsee. Weltweite Nummer eins in der Nationenwertung ist China, das seine Ausgaben im Bereich erneuerbarer Energie um 37 Prozent auf insgesamt 83,3 Mrd. Dollar (rund 77 Mrd. Euro) ausweitete. Auf Rang zwei folgen die USA mit einem Anstieg von sieben Prozent und Gesamtausgaben von 38,3 Mrd. Dollar (rund 36 Mrd. Euro). An dritter Stelle findet sich Japan mit einem Zuwachs von zehn Prozent und Investitionen von insgesamt 35,7 Mrd. Dollar (rund 33 Mrd. Euro) - soviel zum Thema Wiederhochfahren der AKW in Japan.
      3.  @ Grubenmann: Sie vergessen zu erwähnen, dass weltweit insgesamt von rund 200 Nationen weniger als 40 überhaupt über AKW verfügen - und auch nur wenige weitere Nationen entsprechende Projekte wälzen. Und es wird nicht wahrer, wenn stets wiederholt wird, nur die Schweiz und Deutschland würden aussteigen aus der Atomkraft. Italien hat das aufgrund einer Volksabstimmung unter Berlusconi auch gemacht und viele weitere Nationen haben ähnliche, wie im Falle der Schweiz zeitlich gestreckte Beschlüsse zum Ausstieg gefällt - wie Belgien, Bolivien, Brasilien, Bulgarien, Chile, Holland, Indonesien, Jordanien, Littauen, Österreich, Philippinen, Schweden erneut, Taiwan und Thailand.
    91. (30.3.15): Sinngemäss zum Argument vom 25.3. lässt sich anführen, dass es doch verwundert, wenn Atombefürworter China als Vorreiter anführen und den Sinn der EE völlig in Abrede stellen - ausgerechnet dieses China aber DER Vorreiter bei der Einführung der EE ist und rundum als Weltmeister bei der Wind- wie bei der Solarenergie gelten muss.  Wie erklären sich die Energiewende-Skeptiker diesen Enthusiasmus ihres Vorzeige-Atomstaats?
    92. (29.3.15): Noch immer werden die Fakten rund um den Solarstrom verzerrt dargestellt - so wieder in Reto Brennwalds Leuthart-Doku - ich bloggte: «Gerne hätte man die richtigen Zahlen zur akutellen Nutzung von Solarstrom vernommen und nicht eine veraltete Grösse. Derzeit produzieren die 1 Gigawatt Solarleistung, die Ende 2014 hierzulande installiert waren, einen Anteil von 1,5 Prozent des Schweizer Stromverbrauchs. Das liegt um den Faktor 10 höher als die in der Sendung genannten 0,15 Prozent. Das hätte man dank wirklicher Recherche zum Thema im Film spielend einfügen können - der neue Tesla von Doris Leuthard wurde ja auch erwähnt.» Quelle: Solarmedia 29.3.15 (mit weiteren Blogbeiträgen v.a. zu AKW)
    93. (25.3.15): Aus einem Blog-Beitrag von Thomas Hartl zum Lutz-Artikel zu AKW: «Ich muss schon schmunzeln, wenn Deutschland vorgeworfen wird, mit der Förderung alternativer Energien den Strommarkt zu destabilisieren. Noch vor wenigen Jahren wurden alle als Spinner abgetan, die auch nur den Vorschlag brachten mit Wind oder Sonne einen nennenswerten Anteil unserer Energie zu produzieren. Und nun führt Deutschlands Energiepolitik zu einer nie dagewesenen Stromschwemme, die den anderen Energieträger den Boden unter den Füssen wegzieht. Gut so, damit sind wir auf dem richtigen Weg, um unseren Nachkommen auch noch ein wenig fossile Rohstoffe hinterlassen zu können, statt alles selber in die Atmosphäre zu blasen.» Quelle: Tages-Anzeiger 25.3.15
    94. (18.3.15): Nationale PV-Tage - zum 13. Mal - lassen wieder viele Eindrücke zurück: 
      1. u.a. dass jetzt die Zeit der Fassaden gekommen scheint - mehr zu den PV-Tagen der Superlative in meinem Blogbeitrag unter Solarmedia 18.3.15.
      2. dass in den Ländern des Südens ein riesiger Off-Grid-Markt für Solaranlagen besteht - von Schützeichel auf 136 Mrd. $ veranschlagt.
      3. dass der weltweite Ausbau heftigst vorangeht, nur Europa stottert - und in der Schweiz droht dieses Stottern, falls die Politik nicht gegensteuert
      4. dass jetzt sogar BfE-Steinmann von der Solarenergie als Option spricht 
    95. (14.3.15): KEV sollte eigentlich stehen für Kostendeckende Ernährungs-Vergütung - denn in der Landwirtschaft ist dieses Prinzip weitaus verbreiteter und auf ewig angelegt. Folgerichtig sollte man - wenn man denn der aktuellen Agrarpolitik im Grundsatz zustimmt - ähnliches für die Energiewirtschaft fordern. Was auch beinhalten würde, dass halt nicht das ganze Angeobt aus dem Inland stammen kann (da sonst zu teuer), dass die KonsumentInnen eine gewisse Wahlfreiheit haben (auch wieder aus Kostengründen aber auch wegen einer wirtschaftlichen Freiheit an sich). M.s.W. scheint ein System mit einer Lenkungssteuer, v.a. auch nach der Abstimmung «Energie- statt Mehrwertsteuer», hierzulande nicht mehrheitsfähig - auch wieder aus Kostengründen. Ein gewisser Eingriff aber, zb. der Aufbau von EE-Kapazitäten (analog zum Erhalt von Kapazität zur Nahrungsmittelproduktion und zum Aufbau von Bio-Kapazität) scheint aber doch mehrheitsfähig. Also lasst uns die EE, v.a. die Solarenergie mit der energiespezifischen KEV fördern. Mit dem gegenüber der Landwirtschaft günstigen Effekt, dass die EE mit der Zeit billiger wird - im Gegensatz zur Agrarproduktion, die wegen des hohen Arbeitseinsatzes und des knappen Faktors Boden im Inland tendenziell weiterhin teurer wird.
    96. (6.3.15): «Die erneuerbaren Energien stellen nicht nur einen Wechsel der Energiequellen dar, sie bedeuten eine „Verschiebung der Machtverhältnisse zwischen den Menschen und der natürlichen Welt, von der wir abhängig sind“. So mündet diese politisch radikale Streitschrift in die Ontologie einer menschheitlichen Versöhnung mit der Natur: „Die Kraft von Sonne, Wind und Wellen kann zwar genutzt werden, aber anders als die Fossilbrennstoffe können wir sie nie ganz besitzen“.  Wir wissen nie genug, das wissen wir seit Sokrates, aber auch genug, um ausgeklügelte Methoden zu ersinnen, die von der Natur bereitgestellten Systeme in einer partnerschaftlichen Ethik zu stärken. Naomi Klein hat uns dabei geholfen. Aber nur, wenn wir mit allen First und Second Nations, großen und kleinen, die richtige „Entscheidung“ fällen.» Zitat aus einer Buchbesprechung von Naomi Klein's neuestem Buch Kapitalismus versus Klima - Quelle: sonnenseite.com
    97. (6.3.15): Batteriegeschäft wird immer mehr zu einem tragenden Element des Solargeschäfts insgesamt. Wer Solarbusiness betreiben will, baut nicht mehr einfach eine PV-Anlage, sondern ein integriertes Gesamtsystem, das zb Speicher- wie auch Steuerungsmöglichkeiten beinhaltet. Das ist v.a. auch in Staaten wie Deutschland und nun auch den USA ersichtlich - wie u.a. folgende Meldung zeigte: «The renewable energy market has been slowly strengthening ties with energy storage, and it now seems to be tying a secure knot. Wind and solar developer SunEdison announced today that it bought the energy storage team, projects and 100-MW pipeline of Pennsylvania-based Solar Grid Storage (SGS). SunEdison is now able to offer integrated battery storage solutions for its renewable energy project portfolio, and delve into an energy storage market that is set to grow 250 percent in 2015, according to a new report from the Energy Storage Association and GTM Research. The solar plus battery storage market alone is set to reach $1 billion by 2018.» Quelle: renewableenergyworld.com
    98. In einer Zuschrift zur Energiewende von Doris Leuthard hielt ich fest, dass Erneuerbare sehr wohl ein Mehr an Unabhängigkeit bringen: «Mehr Unabhängigkeit dank Erneuerbaren Energien gibt es sehr wohl im Vergleich mit den fossilen und nuklearen Energien: Bei letzteren muss der Brennstoff, also das Öl, das Gas und das Uran ständig aus dem Ausland importiert werden. Für technische Anlagen wie Windräder oder Solarmodule gilt das nur einmalig - und die halten dann gut und gern deren 30 Jahre. Zudem wäre die Schweizer Industrie in der Lage, sowohl Windräder wie vor allem Solarmodule selbst herzustellen - das geschieht einzig aus Kostengründen nicht. Die hochstehende Solarforschung hierzulande wird das vielleicht eines Tages sogar in dem Sinn ändern, als dass dann auch die Anlagen wieder vermehrt hierzulande hergestellt werden. Es bleibt dabei: Die vermehrte Nutzung Erneuerbarer Energien würde uns sehr wohl unabhängiger machen.» Quelle: Tages-Anzeiger 5.3.15
    99. (12.1.15): Die weltweiten Investments in grüne Anlagen zeigen im Jahr 2014 deutsch und deutlich, wo «Gott hockt». Sie übertrafen gesamthaft erstmals die 300-Milliarden-Grenze und erstmals waren rund die Hälfte davon solarer Art - siehe auch Solarmedia vom 12.1.15 Da ist es doch lächerlich, wenn im Rahmen der CH-Energiedebatten immer noch die grundsätzliche Bedeutung dieser Energie-Erzeugungsart in Frage gestellt und deren ökologische wie ökonomische Effizienz angezweifelt wird.
    100. (5.1.15) Der von Friedrich Schmidt-Bleek formulierten Kritik an der Energiewende (Buchtitel: «Grüne Lügen») ist v.a. auch betreffs Solarenergie einiges entgegen zu setzen. So argumentiert er mit Uralt-Zahlen (1995), gesteht zwar eine Verbesserung um den Faktor 4 zu seither - aber argumentiert dann weiter gegen die ressourcenverschleudernde Solarenergie. Zudem führt er die Sandproblematik an - die aber wirklich eine zu sein scheint für die Betonproduktion etc., nicht aber für die Silicium-Herstellung, die tatsächlich aus Wüstensand geschehen kann, oder? Und wenn Schmidt-Bleek die Ressourcenwende statt der Energiewende fordert, so will ich die Sonnen- statt der Energiewende.
    101. (5.1.15) Die unsägliche Korandiskussion, angestossen von André Thiel bei Schawinski, konnte dann Arnold Hottinger zum Glück entgegen treten. Obwohl er für die arabischen Staaten derzeit auch pessimistisch ist - dennoch, gerade für sie wäre wohl eine solare Revolution in vielerlei Hinsicht viel versprechend.
    102. (24.12.14 )Rund um die Energiestrategie-Diskussion im Nationalrat erschien auch die Studie von Borner / Schips, die geradezu nach einer Entgegnung ruft. Zusammengefasst: Gespickt mit alten und überholten Zahlen (PV-Kosten 3000 CHF / KWp), geprägt von üblichen Vorurteilen, verschweigt Potential der Dachflächen, etc.
    103. Das ist die einfache Erklärung der Entwicklung (natürlich ist die Sache nicht ganz so einfach): Worauf sinnvollerweise unser künftiges Energiesystem basiert, wird zuallererst über den Preis entschieden - allerdings über einen «richtigen» und nicht die heute verzerrten Preise am Energiemarkt. Das heisst: Hätten die fossilen und nuklearen Energien ihren richtigen Preis (wären also teurer als heute), bräuchte es die heutige Unterstüztung für die neuen Erneuerbaren schon gar nicht mehr - denn dann wären sie heute schon günstiger. Abgesehen davon - sogar mit den heutigen «falschen» Preisen ist Windstrom vom Lande bereits so günstig wie Kohlestrom und Sonnenstrom ist schwer am Aufholen, auf jeden Fall auch schon günstiger als Atomstrom aus neuen AKW (siehe Hinkley mit seinen anfangs 13 und später bis zu 35 Euro Cents).
    104. Zur leidigen Diskussion um die Subventionen. Die KEV ist aber keine Subvention der Erneuerbaren Energie, sondern eine Umlage von den StromverbraucherInnen zu den Bauern von EE - weder verschuldet sich der Staat noch kommt der / die SteuerzahlerIn zur Kasse. Vergleichbar mit dem Mechanismus in der Landwirtschaft, wenn die heimische Produktion von Erdbeeren durch eine Importabgabe auf ausländischen Erdbeeren erhoben wird. Doch es gibt Unterschiede zur Landwirtschaft - dort werden erstens noch mehr Gelder, nämlich 3-5 Milliarden jährlich umgelegt und zweitens kennt dieser Mechanismus im Gegensatz zu den EE keine zeitliche Begrenzung. Dank technischer Fortschritte - in die aber investiert werden muss - werden die EE immer billiger und die KEV schliesslich hinfällig. Sie ist keinesfalls jenes unendlich grosse Subventionsmonster, als das sie von ihren Gegnern immer dargestellt wird - vor allem von einem FdP-Nationalrat aus dem Kanton Bern, der sinnigerweise Wasserfallen heisst.
    105. Alle Beispiele aus der Wirtschaft zeigen zusammen auch meine Einschätzung von der Solartagung in Burgdorf, wonach die Wirtschaft die Politik überholt - siehe Solarmedia vom 23.11.14.
    106.  Derzeit stärkste Unterstützung des Arguments, dass die Energiewende vor allem eine Solarwende sein wird, ergibt sich erstaunlicherweise durch die Grossbanken - und da vor allem durch die UBS. In den CH-Medien kaum beachtet, fasste der Guardian im August 2014 deren Erkenntnisse - und die anderer Finanzhäuser - treffend zusammen. Danach werden die grossen Energieerzeuger vor allem im Strombereich bis Mitte der 20er Jahre out sein - ersetzt durch eine dezentrale Erzeugung von Sonnenstrom und auch ermöglicht durch eine bis dahin kostengünstige Speichermöglichkeiten. Interessant ist dabei u.a. folgendes Zitat:  “In most sunny parts of the world it is cheaper to generate power from photovoltaic modules on your roof than to buy it from your utility. The best newly built windfarms are selling power at the equivalent of 3p/kWh before subsidies, which neither gas, nor coal, nor nuclear power can match. LED lightbulbs can be bought for a few pounds, providing home-owners a quick and cheap way of cutting their utility bills. What is even more important is that the cost reductions that have led to this point are set to continue inexorably, far out into the future.”
    107. Beste Beispiele für Potential und Erfolgsaussichten der EE sind jene aus der Privatwirtschaft, die belegen, dass es sich schon heute oder in absehbarer Zeit rechnet in EE zu investieren. So hat sich eine Gruppe von mehr als einem Dutzend von Firmen (u.a. Ikea, Mars, SwissRe) zum Ziel 100 Prozent erneuerbar bekannt > Bericht von GreenBiz vom 22.9.14.
    108. Der nächste grosse Heuler im Solarbereich ist der Eigenverbrauch. Da schwenken sogar schon die EVU darauf ein, v.a. in Deutschland etwa die RWE.
    109. Es hat leider allzulange gedauert, aber im 2014 werden die Beispiele häufiger, nach denen sich etablierte Wirtschaftskreise der Solarwirtschaft zuwenden. Spektakulär das Beispiel des Unternehmers Willi Michel, der nach ausführlicher Tätigkeit im medizinal-technischen Bereich (wo er Milliardär wurde....) gemäss einer Tagung an der Burgdorfer Fachhochschule (siehe Solarmedia vom 23.11.14) nun mit seiner Solarstadt Burgdorf AG der Errichtung grosser Solaranlagen auf den Dächern des Gewerbebereichs in Burgdorf widmet und unter Beteiligung von Publikumsgeld dort Millionen zu investieren gedenkt. Andere Beispiele, die an der gleichen Tagung präsentiert wurden, sind die flächendeckenden PV-Projekte der Migros Aare, die gleich 20 Millionen investieren will - oder die Genossenschaft Elektra Jegenstorf, die als herkömmliches EVU (Nr. 45 von 700 in der Schweiz) dezentrale PV-Anlagen zu errichten hilft.
    110. Im Zuge der fortschreitenden Diskussion um die Energiewende in der Schweiz wird der Ton im Spätherbst 2014 beängstigend gehässig. Stellvertretend dafür eine Leserzuschrift auf Tages-Anzeiger-Online, die allen Ernstes das Abfackeln von Solar- und Windanlagen forderte («Die Haus- und Grundeigentümer mit Solardach oder Windrad kriegen bereits ein bedingungsloses Grundeinkommen, wieso nicht auch die Stromkonzerne, wir alle und alle anderen auch?
      Würde man alle Solarpanels und Windräder abfackeln, dann zahlten wir weniger für den Strom und gar nichts für Subventionen. Die Versorgung wäre sogar stabiler und Klima und Wetter gleich unberechenbar. Hoch die Fackel!» -  F. Schweizer vom 23. oder 24.11.14 - Der Beitrag wurde aufgrund meiner Intervention dann entfernt). Ich selbst setzte dem, ohne auf diese ungeheuerliche Aufforderung direkt einzugehen, eine Kurznachricht zum neuen grossen PV-Feld auf den Dächern des Parkhauses des Flughafens Zürich entgegen (Kommentar Nr. 156 vom 24.11.14). Nur mit konkreten Beispielen, wonach auch in herkömmlichen Wirtschaftskreisen die Solarenergie salonfähig wird, kann meiner Meinung nach solch wahnsinniger Skepsis entgegengehalten werden (s.a. vorstehende Einsicht zur etablierten Wirtschaft, die einsteigt).
    111. Die Energiediskussion läuft sich tot - Viele Vorschläge für eine Energiewende liegen auf dem Tisch, so etwa das Buch von Hanspeter Guggenbühl «Energiewende und wie sie gelingen kann» sowie von Franz Alt «Auf der Sonnenseite», beide im ersten Halbjahr 2013 erschienen. Beide sind zwar vom Bemühen um «visionären» Realismus geprägt, der zentralen Rolle der Sonnenenergie wird aus meiner Sicht aber zu wenig Bedeutung zuerkannt. Entsprechend wird man dieser Schrift entgegenhalten, sie überschätze diese - und wie so oft liegt dann die Wahrheit vielleicht in der Mitte. Sei's drum, hier wird also die direkte Energieerzeugung aus Licht und Wärme der Sonnenstrahlung in den Vordergrund gestellt. Ohne zu behaupten, dass es regional und lokal auf der ganzen Welt jeweils andere Energieformen geben wird, die der solaren Erzeugung überlegen sind (wie etwa der Winkraft in den Meeresküstengegenden.
    112. In volkswirtschaftlicher Hinsicht  muss sich Sichtweise auf das Ganze der Wirtschaft ergänzt werden. Bisher geht die Volkswirtschaftslehre von zwei sich ergänzenden Kreisläufen aus, demjenigen der Güter und Faktoren sowie dem Geldkreislauf. Hilfreich ist es, angesichts der sich abzeichnenden Dezentralisierung neu einen Kreislauf der Energie einzubeziehen. Damit ergibt sich auch der Anstoss, im Rahmen des Übergangs zu einer Vollversorgung mit 100 Prozent Erneuerbaren Energien, diesen Bereich ganzheitlich oder systemisch zu betrachten.
    113. Exponenten der Diskussion - allesamt interessante Geister und auch im Bereich der Erneuerbaren mit teils diametral unterschiedlichen Ansichten. Ich stütze mich auf Alt, Weber, Quaschning, Christian Breyer vom Reiner Lemoine Institut, die in erster Linie das 200 GW (oder 33-Prozent-Ziel) für Deutschlands PV-Anteil als möglich ansehen. Guggenbühl dagegen will es belassen bei 4-7 Prozent (wobei die Zeitdimension eine Rolle spielt). Und Hänggi wie andere reden in erster Linie von Energiesparen und Suffizienz. 
    114. Natürlicher Energiemix - und doch ist es vor allem und überall die Sonne. Eingebettet in den Mix der Erneuerbaren sind deren sechs Energieformen, Sonne und Wind, Biomasse und Geothermie, Wasser und Meere.
    115. Energiewende und damit auch der Übergang zu einer solaren Weltwirtschaft ist in erster Linie eine Machtfrage. Wie es etwa auch der Initiant des Basler Friedensforschungs-Instituts Daniele Ganser sieht. Denn es ist verwegen zu glauben, die Profiteure der fossilen und nuklearen Energiebranche würden ihre Macht und Stellung einfach so aufgeben - da sie doch so enorm von ihr profitieren. Das zeigt sich nur schon bei den exorbitanten Löhnen, die die Spitzenmanager garnieren und die jenen des Finanzsektors kaum nachstehen. Das findet aber auch Ausdruck in den gigantischen Gewinnen, die die Spitzenfirmen und damit ihre Aktionäre Jahr für Jahr einheimsen (und natürlich auch etwa die öl- und gasproduzierenden Länder, in deren Besitz sich die Produzenten zunehmend befinden).
    116. Niedergang der alten Energieriesen und Quasimonopolisten - jetzt sogar von Grossbanken bestätigt! Denn die Energiequellen Sonne und Wind kann niemand monopolisieren - was beim Wasser und der Geothermie immer noch geht (der Biomasse auch nur beschränkt).
    117. Der atomare Wahnsinn - von der Erzeugung über die Anwendung bis zum Rückbau und Müll.
    118. Es geht um nichts weniger als den Kampf zwischen Atom- und Solarenergie - Schon in den Jahren 2007 und 2008 zeichnete sich ab, dass die Atomenergie-Befürworter wieder in Stellung gingen. In Deutschland stand plötzlich der Atomausstieg wieder zur Debatte (nachdem zu Beginn des Jahrtausends ein quasi historischer Kompromiss zwischen der Stromwirtschaft und der rot-grünen Regierung geschlossen worden war). In der Schweiz wurden die Gesuche für den Bau neuer AKW vorbereitet, um gleich nach dem Ende des Neubau-Moratoriums loslegen zu können. Weltweit wurde von der Renaissance der Atomenergie geschwafelt, abgestützt auf jene autokratischen Regimes der Welt wie Russland und China, die glaubten Ausbauprogramme gar in grossem Stil durchziehen zu können (wobei selbst bei deren Realisierung beispielsweise der Atomstromanteil in China nur wenige Prozente des gesamten Stromaufkommens betragen hätte - heute liegt er bei kaum zwei.
    119. Doch es kam alles anders mit dem März 2011.
    120. Potential zuerst klein geredet - dann als Bedrohung dargestellt. Wie sich die Verhältnisse ändern. Noch 2010 hatte Heinz Karrer in einem Inti der NZZ aS (12.9.10) behauptet, das Potential aller Erneuerbaren betrage hierzulande höchstens ein paar wenige Prozent der Gesamtstromerzeugung - Zitat stimmt so nicht....
    121. Das Potential ist noch unerschöpflich - hierzulande zb im Tessin oder in den Bergen.
    122. Was wissen wir über die Kosten? Die Spekulationen schiessen zwar ins Kraut und es macht durchaus Sinn, sich Plausibilitätsüberlegungen durch den Kopf gehen zu lassen. Was wir aber als gesichert wissen, ist die Kostenentwicklung der letzten Jahre. Und die zeigt zweierlei - eine massive Steigerung bei den fossilen und nuklearen Energieformen, eine radikale Senkung bei den Erneuerbaren. Zuvorderst wiederum steht die PV
    123. Was ist das Potential der Solarenergie? Mit einem Wort - (fast überall) unermesslich. Und ich höre schon wieder höhnen - vor allem in der Nacht.
    124. Nadelör Energiespeicher
    125. Solarenergie ist Trumpf - für Wärme und Strom
    126. Solaranlagen speziell - Grösste weltweit, Grösste schweizweit, architektonisch und sonst
    127. Nicht nur solare Energie - sondern auch solare Chemie (Buch von Hermann Fischer: Stoffwechsel)
    128. Nicht nur ökonomische Kraft dank Verbilligung - sondern auch gesellschaftliche dank Verbreitung und dezentraler Struktur
    129. Das Aufbrechen monopoler Strukturen - Verhältnisse in jedem Land anders, selbst in den USA wiederum unterscheidet sich die Situation in den einzelnen Bundesstaaten fundamental. Und in der EU scheitern die Versuche einer Vereinheitlichung unter Führung von EU-Kommissar Öttinger zumindest bislang jeweilen kläglich.
    130. Die modernste aller Genossenschaften - die Solargenossenschaft
    131. Der Kampf ums Wasser und die Rolle der Sonne
    132. Jeder Technik ihren Platz - kristallines Silizium oder Dünnschicht
    133. Das sind all die beeindruckenden Beispiele - Dieses Kapitel muss wohl am schnellsten neu geschrieben werden, denn die Entwicklung schreitet rasant voran, ständig schneien (falls der Begriff in diesem Zusammenhang erlaubt ist) neue Beispiele aus aller Welt auf den Redaktionstisch. Und es sind nicht nur Absichten, Pläne und Regierungsprogramme. Es sind vor allem konkret umgesetzte Vorhaben, die eben zu dieser rasanten Verbreitung der Solarenergie weltweit geführt haben.
    134. Emissionshandel ist tot - fördert statt dessen die EE, das funktioniert offenbar
    135. «Solarstrom darf man verschwenden»: Atmende Teppiche und stromerzeugende Drehtüren: Der Chemiker und Querdenker Michael Braungart plädiert für radikal neue Produkte – und für mehr Wachstum (Zeit 21.5.13).
    136. Strom ist ein Gut wie jedes andere, wieso also dessen Konsum beschränken und zb SUV zum Verkauf unbeschränkt zulassen? Also ist der Sparansatz für EE zumindest unsinnig - aber sinnvoll ein unsinniges Produkt durch ein sinnvolles zu ersetzen.

















































    Es gilt zurückzugreifen auf mein früheres Buchprojekt, das schon weit gediehen ist - siehe Datei * 1 Buchprojekt solar  
    Zu beachten ist die aktuell vorhandene Konkurrenzliteratur, vor allem die 100 Antworten auf brennende Energiefragen und das frühere Buch von Nordmann, weniger jenes von Guggenbühl. 
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